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Dardai will Fan-Streit lösen: "Herthaner gegen Herthaner"

Berlin  

Dardai will Fan-Streit lösen: "Herthaner gegen Herthaner"

08.11.2018, 13:01 Uhr | dpa

Dardai will Fan-Streit lösen: "Herthaner gegen Herthaner". Pal Dardai

Berlins Cheftrainer Pal Dardai steht vor dem Spiel am Spielfeldrand. Foto: Annegret Hilse/Archiv (Quelle: dpa)

Der Dauer-Streit von Hertha BSC mit Teilen der Fans lässt auch die Profis des Berliner Bundesligisten keinesfalls unberührt. Nach dem Stimmungsboykott im Olympiastadion gegen RB Leipzig fordert Trainer Pal Dardai mit Blick auf die nächsten Partien seines Teams ein rasches Ende des Konflikts. "Ich hoffe, dass eine schnelle Lösung kommt", sagte der Ungar vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und sprach dabei "beide Seiten" an. "Herthaner gegen Herthaner - das verstehe ich nicht, da müssen wir eine Lösung finden."

Dabei ist das Thema laut Dardai auch durchaus Gesprächsstoff in der Kabine. "Die Mannschaft muss Leistung bringen, bestimmt diskutiert sie das", sagte der Ex-Profi und forderte, dass es "kein Störfaktor" für sein Team werde. "Wichtig ist, dass die Ruhe wieder zurückkehrt. Sportlich sind wir seit dreieinhalb Jahren erfolgreich." Routinier Fabian Lustenberger betonte im "Kicker": "Ich hoffe, dass es bald eine Lösung gibt. Heimspiele mit einer ruhigen Ostkurve fühlen sich komisch an."

Der Club wollte den Streit mit einem Teil der Anhänger bei einem Runden Tisch mit mehreren Fangruppen am Donnerstagabend entschärfen. Die Ultras der Harlekins Berlin ‘98 hatten ihre Teilnahme an einem solchen Treffen zuletzt abgesagt, weil sie sich vom Verein unter Druck gesetzt fühlten.

Eine Fan-Gruppe hatte am Mittwoch mit Anzeigen gegen die Polizei in Dortmund und Hertha-Manager Michael Preetz für neue Brisanz gesorgt. Die Fanhilfe Hertha B.S.C. würde als Reaktion auf die Vorkommnisse beim Spiel bei Borussia Dortmund (2:2) mit mehreren Anzeigen reagieren, hieß es in einer vom Förderkreis Ostkurve veröffentlichten Erklärung.

Die Fanhilfe sieht viele Anhänger als Opfer des Polizeieinsatzes im Dortmunder Stadion und berichtete von zahlreichen verletzten Anhängern. Bei den Auseinandersetzungen waren am 27. Oktober nach Polizeiangaben 45 Personen verletzt worden. Hertha-Manager Michael Preetz hatte von einer "Katastrophe" gesprochen und betont, das ein Polizeieinsatz keine Gewalt rechtfertige. "Das lassen wir unkommentiert", sagte Hertha-Sprecher Marcus Jung zu der Anzeige gegen Preetz wegen Beleidigung und übler Nachrede. Wenn man sich die Aussagen vergegenwärtige, komme man zu einem eigenen Schluss, betonte Jung.

Sportlich könnte die Stimmung bei Hertha trotz des schwachen Auftritts beim 0:3 gegen Leipzig eigentlich immer noch positiv sein. "Wir müssen wieder die nötige Aggressivität herauskitzeln", sagte Dardai mit Blick auf die Partie gegen den Aufsteiger. "Wenn alle eine gute Tagesform haben, gewinnen wir in Düsseldorf und können sogar mit Bayern und Dortmund konkurrieren. Gegen Leipzig war es bei sieben, acht Spielern nicht so."

Der lange verletzte Mittelfeldspieler Marko Grujic ist nach seiner Rückkehr ins Teamtraining dabei noch keine Option. Der Serbe werde auch während der Länderspielpause in Berlin trainieren und könnte dann für das Spiel gegen 1899 Hoffenheim am 24. November eine Option sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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