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Odenwald-Gemeinde plant neue Aktionen gegen Biker-Lärm

Mossautal  

Odenwald-Gemeinde plant neue Aktionen gegen Biker-Lärm

10.11.2018, 08:47 Uhr | dpa

Odenwald-Gemeinde plant neue Aktionen gegen Biker-Lärm. Protest gegen Motorradlärm

Mit Plakaten wenden sich Bewohner gegen den Lärm, der von Motorradfahrern verursacht wird. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv (Quelle: dpa)

Die Plakate gegen Biker-Lärm haben der Odenwald-Gemeinde Mossautal keine Ruhe gebracht. Gemeinsam mit der neuen Stadt Oberzent werde er bis zum kommenden Frühjahr neue Ideen gegen die Lärmbelästigung entwickeln, sagte Bürgermeister Dietmar Bareis (parteilos) der dpa. Aus anderen Bundesländern hätten auch schon einige Kommunen Interesse bekundet. Als Beispiel nannte Bareis die Eifel. "Wir bleiben dran, das kann so nicht weiter gehen und grenzt schon an Körperverletzung." So denke die 2400-Einwohner-Gemeinde Mossautal unter anderem darüber nach, eine Stelle für die Überwachung von Motorrädern umzuwidmen.

Tausende Motorradfahrer brausten bei schönem Wetter an den Wochenenden durch das langgezogene Mossautal, sagte Bareis. Die Gemeinde habe nichts gegen Biker, die ja auch touristischen Nutzen brächten. Einige seien aber einfach zu laut. "90 Prozent verhalten sich auch vorschriftsmäßig, aber 10 Prozent nicht und das ist bei der Menge unerträglich."

Mossautal hatte sich im Frühjahr entschieden, mit Plakaten in seinen fünf Ortschaften an die Motorradfahrer zu appellieren, Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen. "Mossautal gegen Bikerlärm" stand unter einer Figur, die an Edvard Munchs (1863-1944) Gemälde "Der Schrei" erinnert.

"Anfangs gab es eine spürbare Verbesserung", sagte Bareis. "Zum Schluss aber nicht, da haben einige bewusst provoziert und noch mal aufgedreht." Die Plakate hätten jedoch zur Diskussion angeregt, die meisten Reaktionen seien positiv gewesen.

Allerdings habe es auch kritische Stimmen gegeben. Vereinzelt hätten Leute mitgeteilt, sie machten jetzt keinen Urlaub mehr in Mossautal oder kauften keine Produkte mehr von den Firmen dort. Im nächsten Jahr müsse es aber andere Aktionen geben - die Plakate hätten ihren Zweck erfüllt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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