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Nach Affäre an Polizeihochschule: Rektor wird abgelöst

Rothenburg/Oberlausitz  

Nach Affäre an Polizeihochschule: Rektor wird abgelöst

12.11.2018, 19:11 Uhr | dpa

Nach Affäre an Polizeihochschule: Rektor wird abgelöst. Blaulicht

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs vor einem Gebäude. Foto: Friso Gentsch/Archiv (Quelle: dpa)

Nach der Affäre an der sächsischen Polizeihochschule in Rothenburg (Landkreis Görlitz) wird der bisherige Rektor Harald Kogel (58) abgelöst. Er wechselt in das Innenministerium, wie das Ressort am Montag mitteilte. Die Schule werde vom 15. November an kommissarisch vom bisherigen Vizechef Thomas Boltz geleitet. Der 57 Jahre alte Jurist verfüge auch über Erfahrungen im Bereich Aus- und Fortbildung.

An der Spitze der Hochschule soll Boltz auch die von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) eingesetzte Sachverständigenkommission unterstützen, wie es vom Ministerium hieß. Das Gremium soll die Betrugsvorwürfe an der Schule untersuchen. Ein Bericht soll im Frühjahr 2019 vorliegen.

Gegen einen Mitarbeiter der Hochschule ist wegen der Manipulationsvorwürfe ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Zudem läuft ein Disziplinarverfahren gegen den suspendierten Beamten.

Der mutmaßliche Betrug war aufgeflogen, als sich Studenten Dozenten anvertrauten. Sie gaben an, dass der Regierungsrat erlaubt habe, Prüfungsaufgaben mit dem Handy zu fotografieren. Danach sollen diese für rund 170 Studenten von einer Dropbox im Internet abrufbar gewesen sein.

Schon beim vorherigen Jahrgang waren 16 Anwärter nicht zu Kommissaren ernannt worden, weil sie bei Prüfungen getäuscht haben sollen. Nach Angaben der Hochschule annullierte der Prüfungsausschuss den Leistungstest. Er muss wiederholt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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