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Pflanzen können Druckwellen reduzieren

Neubiberg  

Pflanzen können Druckwellen reduzieren

16.11.2018, 13:32 Uhr | dpa

Pflanzen können nach Tests von Wissenschaftlern der Bundeswehr-Universität die Folgen von Sprengstoffanschlägen deutlich mindern. Nach einer Versuchsreihe der Forscher können Pflanzen den Druck der Explosionswellen um bis zu 45 Prozent reduzieren. Somit könnten durch Pflanzen große Plätze in Städten besser vor Terroranschlägen geschützt werden, berichtete die Uni aus Neubiberg bei München am Freitag.

Die Wissenschaftler hatten im September Sprengversuche auf einem Testgelände bei Berlin unternommen. Unterschiedliche Pflanzen wurden dabei in fünf Metern Entfernung zu einer Ladung von fünf Kilogramm des Sprengstoffs TNT platziert. Hinter den Pflanzen standen Sensoren, die die Druckwelle erfassten.

Den besten Schutz bot die Eibe, die den Druck um 45 Prozent abschwächte. Der Lebensbaum (Thuja) kam auf 40 Prozent und die Berberitze sowie der Bambus auf jeweils rund 30 Prozent Reduzierung. "Die Eiben und Thujen haben nicht nur diese hohen Werte erzielt, sie waren nach der Explosion sogar noch in einem guten Zustand", sagte der für das Sprengprojekt verantwortliche Ingenieur Paul Warnstedt.

Auch Geflechte aus Edelstahlringen, die bei Bauwerken als architektonische Gestaltungselemente verwendet werden, können nach den Versuchen der Bundeswehr-Wissenschaftler den Druck der Explosionswelle zu einem großen Teil abfangen. Als über die Stahlgeflechte, die wie übergroße Kettenhemden aussehen, ein Wasserfilm lief, wurde eine Druckreduktion von rund 60 Prozent gemessen.

Auftraggeber der Tests war das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Behörde beschäftigt sich nach den Angaben der Uni mit Sicherheitskonzepten für Innenstädte. Der Einsatz von zusätzlichen Pflanzen bringe dabei auch den Vorteil einer Verbesserung des Stadtklimas, betonte Warnstedt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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