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Tierschutzverstöße: Weiterer Schlachtbetrieb gerät in Kritik

Hannover  

Tierschutzverstöße: Weiterer Schlachtbetrieb gerät in Kritik

20.11.2018, 18:25 Uhr | dpa

Erneut sind einem niedersächsischen Schlachthof Verstöße gegen den Tierschutz vorgeworfen worden. Videos von versteckten Kameras zeigten, wie Schweine bis zu 40 Mal mit Elektroschockern gequält worden seien, berichtete das Deutsche Tierschutzbüro am Dienstag in Berlin. Der Organisation sei aufgefallen, dass der Schlachthof videoüberwacht sei und damit in Niedersachsen und bundesweit diskutierte Forderungen bereits erfüllt habe. Das Videomaterial soll am Mittwoch bei einer Protestveranstaltung vor dem Schlachthof vorgestellt werden.

Das Unternehmen des betroffenen Schlachthofs in Laatzen teilte am Abend mit, man bedauere die Verstöße gegen den Tierschutz: "Das mehrfache Einsetzen von Elektrotreibern entspricht in keiner Weise den Tierschutzstandards, die wir vorgeben", hieß es in einer Mitteilung der Leine-Fleisch GmbH. Die Verstöße seien "von einem über einen Werkvertrag eingesetzten Beschäftigten" begangen worden. Die Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer werde beendet. Das gesamte Kontrollsystem, vor allem der "Bereich der Betäubung und Tötung" solle einer kritischen Überprüfung unterzogen werden.

Dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium liege ein Zusammenschnitt des Videomaterials vor, teilte ein Sprecher am Abend mit. Wegen der Schilderung der angeblichen Verstöße habe das Ministerium die Strafanzeige des Tierschutzbüros zusätzlich an die Staatsanwaltschaft Oldenburg übermittelt. Das Bildmaterial solle auch von Fachleuten des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) gesichtet werden.

In den vergangenen Wochen waren Schlachtbetriebe in Bad Iburg und Oldenburg wegen Tierschutzverstößen in die Kritik geraten. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte darauf eine Bundesratsinitiative zur Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben angeregt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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