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SPD-Landesvorstandsmitglied Diedrich tritt zurück

Heide  

SPD-Landesvorstandsmitglied Diedrich tritt zurück

22.11.2018, 11:29 Uhr | dpa

SPD-Landesvorstandsmitglied Diedrich tritt zurück. Dirk Diedrich

Dirk Diedrich, aufgenommen am Rande des politischen Aschermittwochs der SPD. Foto: Carsten Rehder/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Ignorieren der Kandidatenliste der Nord-SPD für die Europawahl durch den Bundesvorstand hat Dirk Diedrich mit sofortiger Wirkung sein Amt als Beisitzer im Landesvorstand niedergelegt. Offiziell begründet der Studienrat die Entscheidung mit der Arbeitsbelastung. Als Ausschussvorsitzender in Heide müsse er "ein wenig seine Kräfte bündeln", sagte Diedrich am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Denn meine Kommune braucht mich mehr und da, wo man meine Arbeit wertschätzt wird, bin ich auch gerne bereit ein wenig mehr zu geben."

Diedrich gehörte dem Landesvorstand seit 2015 an. In seiner Begründung schwingt Kritik an Landeschef Ralf Stegner mit. Er hätte sich gewünscht, dass dieser sich im Bundesvorstand für einen Alternativvorschlag stark gemacht hätte, damit der Willen der Nord-SPD nicht komplett ignoriert worden wäre, sagte Diedrich.

Der Bundesvorstand hatte den Nord-Spitzenkandidaten Enrico Kreft (40) nur auf Platz 32 seiner Vorschlagsliste für die Europawahl gesetzt und die ebenfalls aus dem Norden kommende stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Delara Burkhardt (26) auf Platz fünf der Bundesliste. Sie war auf einem Landesparteitag jedoch Kreft unterlegen.

Stegner sagte auf dpa-Anfrage, Diedrich habe seinen Schritt mit Belastungen durch eine neue Aufgabe in der Kommunalpolitik begründet. "Das ist in Ordnung." Zu dem Vorwurf, Diedrich hätte sich einen Alternativvorschlag erhofft, wollte er sich nicht äußern. Stegner hatte im Bundesvorstand gegen die im Norden umstrittene Entscheidung gestimmt. Die endgültige Entscheidung über die Kandidatenliste trifft die SPD-Bundesdelegiertenversammlung am 9. Dezember in Berlin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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