Sie sind hier: Home > Regional >

Sturmtief "Benjamin": Fähre rammt Anleger

Wischhafen  

Sturmtief "Benjamin": Fähre rammt Anleger

08.01.2019, 14:51 Uhr | dpa

Sturmtief "Benjamin": Fähre rammt Anleger. Wasser spritzt über eine Kaimauer

Wasser spritzt über eine Kaimauer. Foto: Carmen Jaspersen (Quelle: dpa)

Sturmtief "Benjamin" ist am Dienstag zum Teil mit Orkanböen über Norddeutschland gefegt. Größere Schäden blieben bis zum frühen Abend aber aus. In Hamburg wurden Teile des Fischmarkts überspült. In Travemünde drückte der Wind eine Fähre gegen den Anleger. Das Schiff wurde am Rumpf durchlöchert. Ansonsten kippten vereinzelt Bäume um. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Hamburg erlebte am Dienstag die erste Sturmflut des Jahres. Die Elbe überflutete am späten Nachmittag Teile des St.-Pauli-Fischmarkts. Kurz nach 17.00 Uhr lag der Pegelstand nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei 1,88 Meter über dem mittleren Hochwasser.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnte im Elbegebiet vor einem Pegelstand von 1,5 bis 2 Metern über dem mittleren Hochwasser. An der nordfriesischen Küste sollten wegen des Sturmtiefs "Benjamin" etwa 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erreicht werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes überschritt das Sturmtief am Nachmittag seinen Höhepunkt. Spitzenreiter bei den Windgeschwindigkeiten war bis dahin die ostfriesische Insel Spiekeroog in Niedersachsen mit Orkanböen von 119 km/h (12 Beaufort). In Schleswig-Holstein wurden auf Helgoland und Sylt Sturmböen bis 93 km/h Windgeschwindigkeit gemessen (10 Beaufort), in Büsum sowie in der Ostsee am Leuchtturm Kiel 89 km/h (10 Beaufort). Im Landesinneren gehörten Glücksburg (83 km/h = 9 Beaufort) und Rendsburg (76 km/h = 9 Beaufort) zu den besonders stürmischen Orten. In Hamburg war es mit Böen von 70 km/h am Flughafen (8 Beaufort) vergleichsweise ruhig.

Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen stellte am Dienstagmittag den Fährbetrieb kurzzeitig ein. Die Schiffe sollten voraussichtlich am Abend gegen 18 Uhr den Pendelverkehr zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen wieder aufnehmen, teilte die Reederei auf ihrer Homepage mit. Ungemütlich sollte es auch an anderen Orten entlang der Elbe werden. Etwa in Schulau, einem Ortsteil der Stadt Wedel, in Glückstadt und Brunsbüttel rechneten Experten mit einer Sturmflut.

Auf der Hochseeinsel Helgoland erreichte das Hochwasser seinen Scheitelpunkt gegen 13.30 Uhr mit 1,55 Meter über dem normalen Hochwasser, wie ein BSH-Sprecher sagte. Der Verkehr zwischen Cuxhaven und Helgoland wurde eingestellt. Die ost- und nordfriesischen Inseln sowie die Halligen waren den Tag über teilweise auf sich allein gestellt, da die Fähren in den Häfen blieben.

So teilte die Wyker Dampfschiff-Reederei auf ihrer Internetseite mit, dass der Fährverkehr zwischen Schlüttsiel (Kreis Nordfriesland) und den Halligen eingestellt sei. Die Fahrplanänderung galten für den gesamten Dienstag.

Auch der Sylt-Shuttle schränkte wegen des Wetters den Betrieb ein. Wohnwagengespanne, Autos und Lastwagen mit leeren Anhängern sowie Lkw mit Gefahrgut und Motorräder wurden nicht befördert, wie die Deutschen Bahn mitteilte. Größere Sturmschäden wurden jedoch zunächst nicht bekannt.

"Der Wind wird vor allem im Binnenland spürbar weniger", sagte der Hamburger Meteorologe Michael Knobelsdorf. An den Küsten von Nord und Ostsee bleibe es jedoch weiterhin stürmisch. Der Wind flaut nach Einschätzung des DWD in der Nacht auf Donnerstag kurzzeitig ab, bevor "am Wochenende wieder Sturm angesagt" ist."

An der Ostsee hatte Sturmtief "Zeetje" bereits Anfang Januar in Heiligenhafen und anderen Orten schwere Überflutungen und erhebliche Schäden verursacht. Damals wurden Wasserstände von rund 1,60 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht. Diesmal rechnet Heiligenhafen in der Nacht zum Mittwoch mit Wasserständen von rund 1,10 Metern über dem mittleren Wasserstand, wie der Leiter des Bauamts der Stadt, Roland Pfündl, sagte.

"Wir schließen die Deichdurchlässe und die zur Ostsee offenen Regenwasserkanäle, die mobilen Hochwasserschutzwände im Hafenbereich werden geschlossen", sagte Pfündl. An der Ostsee gelten bereits Wasserstände ab einem Meter über dem mittleren Wasserstand als Sturmflut. Am Mittwoch gegen 12.00 Uhr würden Maximalwerte von bis zu 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet, warnte das BSH.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: