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Prozess um Attacken gegen Asylbewerber: Todesangst

Neubrandenburg  

Prozess um Attacken gegen Asylbewerber: Todesangst

28.01.2019, 13:29 Uhr | dpa

Prozess um Attacken gegen Asylbewerber: Todesangst. Justitia

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess um gefährliche Attacken auf Asylbewerber in Vorpommern hat ein weiteres Opfer seine Todesangst geschildert. "Ich bin überzeugt, der Mann wollte mich zu dem Zeitpunkt umbringen", sagte der 24 Jahre alte Mann aus Sierra Leone am Montag am Landgericht Neubrandenburg. Der 27 Jahre alte Angeklagte hatte den Afrikaner im Juli 2018 in und vor einem Asylbewerberheim in Greifswald mit einem Messer angegriffen und verletzt. Das zeigten Aufnahmen von Überwachungskameras in der Verhandlung. Zudem hatte der Angeklagte gestanden, allerdings angegeben, er sei seinerseits von dem Geschädigten vorher beleidigt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten aus Afghanistan versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen vor. Mit einem Urteil wird frühestens am 6. Februar gerechnet. Der Angeklagte hat alle drei Taten in Anklam und Greifswald bereits eingeräumt, will aber nach Alkoholkonsum jeweils vorher von anderen beleidigt oder geschlagen worden sein.

Zudem bestritt er Tötungsabsichten. Er habe den anderen "mit Messern Angst machen wollen." Dem hatte schon ein weiteres Opfer - ein 19-jähriger Syrer - widersprochen. Er habe den Angeklagten im Herbst 2018 im Greifswalder Museumshafen daran gehindert, "Studenten abzustechen." Als er ihm das Messer entwunden hatte, sei der 27-Jährige mit einer abgebrochenen Bierflasche auf ihn losgegangen und habe ihn an Hand und Hals verletzt. Polizisten beendeten das Gerangel mit Pfefferspray. Die Höhe eines Urteils hängt auch vom Bericht einer Psychiaterin für den 27-Jährigen ab.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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