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Streit um AWO-Geschäftsführer: Gericht verhandelt Berufung

Rostock  

Streit um AWO-Geschäftsführer: Gericht verhandelt Berufung

30.01.2019, 01:17 Uhr | dpa

Streit um AWO-Geschäftsführer: Gericht verhandelt Berufung. Oberlandesgericht Rostock

Das Oberlandesgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv (Quelle: dpa)

Im Rechtsstreit um Bereicherungsvorwürfe beim Kreisverband Müritz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gibt heute eine erste Berufungsverhandlung. Das Oberlandesgericht (OLG) in Rostock will klären, ob die Kündigung des langjährigen Geschäftsführers Peter Olijnyk in Waren an der Müritz Mitte 2016 rechtens war. Dazu sind im Gegensatz zur Verhandlung am Landgericht auch Zeugen aus dem alten Vorstand geladen. Der Fall hatte über Mecklenburg-Vorpommern hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Der Landesverband ließ die Gehaltspraxis in allen AWO-Kreisverbänden prüfen, es gab Kritik vom Bundesverband und ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss im Schweriner Landtag zur Prüfung der Praxis bei den Sozialverbänden nahm die Arbeit auf.

Der Ex-Geschäftsführer war entlassen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er ein Jahresgehalt von 150 000 Euro plus 30 000 Euro an Tantiemen und weitere Vergünstigungen bezog. Olijnyk und der damalige Kreisvorsitzende und Vize-AWO-Landeschef Götz-Peter Lohmann sollen "sich gegenseitig unverhältnismäßig hohe Summen zugeschanzt haben", wie eine Untersuchung des AWO-Landesverbands ergab. Olijnyk klagte gegen die Entlassung. Das Landgericht Neubrandenburg wies die Klage 2017 ab und verurteilte den Ex-Manager zur Rückzahlung von 390 000 Euro an zu viel bezogenem Gehalt. Dieser legte Berufung ein.

Der Landesverband sprach in der Folge von "einem perfiden System" in Waren und "einem Einzelfall." Gegen Olijnyk und Lohmann ermittelt auch die Schweriner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue, was die Männer aber bestreiten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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