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Zählaktion: Hausspatzen im Norden am häufigsten

Neumünster  

Zählaktion: Hausspatzen im Norden am häufigsten

30.01.2019, 07:16 Uhr | dpa

Der Haussperling ist der meistgesichtete Vogel während der Zählaktion "Stunde der Wintervögel" in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gewesen. Dahinter folgten in beiden Ländern Feldsperling, Kohlmeise, Amsel und Blaumeise, wie aus den vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) veröffentlichten Zahlen hervorgeht. In Hamburg lag dagegen die Kohlmeise auf Platz eins, gefolgt von Blaumeise, Amsel, Haussperling und Ringeltaube.

Bundesweit waren in den Gärten und Parks weniger Wintervögel zu sehen. Zehntausende Naturliebhaber meldeten laut Nabu im Januar im Schnitt 37 Piepmätze, die sie bei der Zählaktion innerhalb von 60 Minuten beobachteten. "Das ist die zweitniedrigste Zahl nach dem Rekordminus von 34,4 im Jahr 2017", sagte Bundesgeschäftsführer Leif Miller. 2011 seien noch fast 46 Vögel pro Garten gemeldet worden. Am häufigsten zu sehen waren 2019 in Deutschland Haussperlinge, gefolgt von Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel.

Sorgen macht den Nabu-Vogelschützern vor allem die Amsel. Sie fuhr mit nur 2,67 Vögeln pro Garten 2019 ihr bisher schlechtestes Ergebnis ein. "Der sehr trockene Juli 2018 war schlecht für das Überleben der Jungvögel, da die Amseln kaum Regenwürmer finden konnten", sagte Nabu-Experte Lars Lachmann. Hauptgrund könnte die im Sommer 2018 grassierende Usutu-Epidemie sein. Das Virus aus Afrika, das vermutlich über Zugvögel eingeschleppt wurde, sorgt seit Mitte der neunziger Jahre für kleinere Ausbrüche unter Vögeln in Europa, die oft mit einem Amselsterben einhergehen. Der Grund für das verstärkte Ausbleiben der Vögel könnte aber auch der relativ milde Winter sein.

In diesem Jahr hatten 138 000 Naturliebhaber die Ergebnisse ihrer Zählungen an den Nabu gemeldet. Das war ein neuer Teilnehmerrekord seit dem Start der großen wissenschaftlichen Mitmach-Aktion im Jahr 2011.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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