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Kindesmissbrauch: Hameln-Pyrmont prüft mögliches Versagen

Hameln  

Kindesmissbrauch: Hameln-Pyrmont prüft mögliches Versagen

05.02.2019, 03:08 Uhr | dpa

Kindesmissbrauch: Hameln-Pyrmont prüft mögliches Versagen. Missbrauch von Kindern auf dem Campingplatz Eichwald

Ein Absperrband der Polizei ist vor einem Gebäude auf dem Campingplatz Eichwald im Kreis Lippe zu sehen. Foto: Guido Kirchner/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde hat der Landkreis Hameln-Pyrmont umfassende Aufklärung zu den Jugendamtsentscheidungen über ein betroffenes Pflegekind angekündigt. Es sei derzeit aber noch völlig unklar, ob seine Behörde einen Fehler gemacht habe, sagte Landrat Tjark Bartels (SPD) am Dienstag in Hameln. Eines der missbrauchten Mädchen lebte jahrelang als Pflegekind bei dem Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz in Lügde im benachbarten Kreis Lippe. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 56-Jährige das Mädchen auch als Lockvogel missbraucht haben könnte, um an andere Kinder heranzukommen.

Die Unterbringung bei dem Mann, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, sei auf Wunsch der Mutter erfolgt und sieben Monate lang geprüft worden, betonte Bartels. Sie wohnt im Kreis Hameln-Pyrmont. Ob Hinweise von Zeugen auf einen möglichen sexuellen Missbrauch des Pflegekindes 2016 in seinem Jugendamt geprüft worden seien, könne er im Moment nicht sagen. "Die Akten liegen bei der Staatsanwaltschaft."

Der 56-Jährige, der auf dem Campingplatz an der Grenze zu Niedersachsen lebte, soll mindestens 29 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren über zehn Jahre hinweg für Pornodrehs missbraucht haben. Ebenfalls in Untersuchungshaft sitzen ein 33-Jähriger, der die Kinder auch gefilmt und missbraucht haben soll, sowie ein 46 Jahre alter mutmaßlicher Auftraggeber der Kinderpornos aus Stade. Es geht um mehr als 1000 Einzeltaten. Ermittelt wird auch gegen die Polizei im Kreis Lippe sowie die Jugendämter der Kreise Lippe und Hameln-Pyrmont, weil es schon vor Jahren Hinweise gegeben haben soll.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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