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Backhaus reist zur Biofach: Kritik am Tierwohllabel

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Backhaus reist zur Biofach: Kritik am Tierwohllabel

13.02.2019, 07:36 Uhr | dpa

Backhaus reist zur Biofach: Kritik am Tierwohllabel. Kennzeichnung von Lebensmitteln

Auf der Abdeckung einer Fleischtheke ist ein Aufkleber mit der Aufschrift "ohne Gentechnik" angebracht. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Kurz vor der Eröffnung der Messe Biofach am Mittwoch in Nürnberg hat Agrarminister Till Backhaus (SPD) das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellte staatliche Tierwohllabel kritisiert. "Das freiwillige Label ist unzureichend und nicht zu Ende gedacht", meinte er. Anders als zwischen den Koalitionspartnern ausgehandelt, erfasse es nur Teile des Frischfleischsortiments und sei eben nicht verpflichtend. Für die Verbraucher ergebe sich kein echter Nutzen. "Dabei liegt bei den Eiern ein funktionierendes Kennzeichnungssystem vor, das Orientierung hätte geben könne", sagte der Minister. Auf ihn wirke das Tierwohllabel wie ein Schnellschuss, um nicht gänzlich von den Initiativen aus Industrie und Handel abgehängt zu werden.

Backhaus reist am Mittwoch zur Eröffnung der Weltleitmesse für Biofood nach Nürnberg. Die Messe mit mehr als 2900 Ausstellern ist bis zum Samstag geöffnet. Der Minister will mit Spitzenverbänden über die Perspektiven im Öko-Landbau sprechen und die zwölf Aussteller aus dem Land besuchen. Mit fast 950 biozertifizierten Agrarbetrieben wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern knapp 20 Prozent der landwirtschaftlichen Unternehmen ökologisch. 210 Firmen der Verarbeitung sind laut Ministerium biozertifiziert.

Backhaus forderte, die Leistungen der Landwirte für die Umwelt besser zu honorieren. "Gesunde Lebensmittel, sauberes Wasser, eine stabile Artenvielfalt und der Klimaschutz müssen endlich Priorität in der Förderung haben", sagte er. Nur so könnten die natürlichen Ressourcen erhalten und das Image der Landwirtschaft wieder verbessert werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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