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Dagmar Kaselitz: Hier lebende Migranten nicht vergessen

Schwerin  

Dagmar Kaselitz: Hier lebende Migranten nicht vergessen

13.02.2019, 11:12 Uhr | dpa

Dagmar Kaselitz: Hier lebende Migranten nicht vergessen. Dagmar Kaselitz

Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, ist zu sehen. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Angesichts neuer Forderungen nach Zuwanderung aus dem EU-Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt hat die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, mehr Aufmerksamkeit für bereits hier lebende Migranten angemahnt. Für sie müssten rechtssichere Lösungen geschaffen werden, erklärte Kaselitz am Mittwoch in Schwerin. "Auch in Mecklenburg-Vorpommern mehren sich die Fälle, dass gut integrierte Menschen, die einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen, Steuern zahlen und deren Kinder in Schule oder Kita gehen, abgeschoben werden oder von einer Abschiebung bedroht sind."

Widersprüchliche und unklare gesetzliche Regelungen müssten beseitigt werden. Kaselitz sprach sich für den bereits diskutierten "Spurwechsel" aus. Ein Asylverfahren müsse zugunsten eines Einwanderungsverfahrens beendet werden können, forderte Kaselitz. "Es kann nicht sein, diese gut integrierten geduldeten Menschen auszuweisen und gleichzeitig über jährliche Kontingente von ausländischen Arbeitskräften nachzudenken." Zudem sollte ihrer Meinung nach die Duldung im Fall einer Ausbildung in eine Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden.

Der deutsche Arbeitsmarkt braucht einer aktuellen Studie zufolge mittel- und langfristig jährlich mindestens 260 000 Zuwanderer. In einer alternden Gesellschaft werde das Angebot an Arbeitskräften ohne Migration bis zum Jahr 2060 um rund 16 Millionen Personen - also um fast ein Drittel - massiv schrumpfen, prognostiziert eine Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, die am Dienstag in Gütersloh veröffentlicht worden ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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