Sie sind hier: Home > Regional >

Anklage gegen Lkw-Fahrer nach Mord an Tramperin Sophia

Bayreuth  

Anklage gegen Lkw-Fahrer nach Mord an Tramperin Sophia

21.02.2019, 10:32 Uhr | dpa

Anklage gegen Lkw-Fahrer nach Mord an Tramperin Sophia. Landgericht Bayreuth

Der Schriftzug "Landgericht. Staatsanwaltschaft. Amtsgericht. Bayreuth." ist zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archiv (Quelle: dpa)

Im Fall der getöteten Tramperin Sophia hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth Mordanklage gegen einen Lastwagenfahrer erhoben. Die Behörde wirft ihm nach Angaben vom Donnerstag vor, die 28-Jährige Mitte Juni angegriffen, in seine Gewalt gebracht und dann umgebracht zu haben, um zuvor begangene Straftaten zu verdecken. Der 1977 geborene Marokkaner behaupte dagegen, die Studentin bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben, teilte die Anklagebehörde mit.

Die 28-Jährige hatte von ihrem Studienort Leipzig aus in Richtung Nürnberg trampen wollen. Dabei nahm der Lastwagenfahrer sie den Ermittlungen zufolge an einer Tankstelle an der Autobahn 9 in Sachsen mit und ermordete sie wenig später. Der Mann wurde in Spanien festgenommen. Dort wurde auch Sophias Leiche entdeckt. Der Lkw-Fahrer wurde nach Deutschland ausgeliefert und kam in Untersuchungshaft.

Wann und wo genau die junge Frau getötet wurde, sei nicht sicher, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Landgericht Bayreuth müsse nun darüber entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Ein Termin für die Hauptverhandlung stehe noch nicht fest.

Im September war Sophia im Familien- und Freundeskreis in ihrer Heimatstadt Amberg in der Oberpfalz bestattet worden. Rund 200 Freunde und Angehörige begleiteten sie auf ihrem letzten Weg.

Ihr Bruder Andreas Lösche hatte die Arbeit der deutschen Ermittler wiederholt öffentlich kritisiert. So sei der Fall seiner Schwester lange als Vermisstenfall eingestuft worden, obwohl klar gewesen sei, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handele. Auch habe die Kommunikation zwischen den Bundesländern nicht funktioniert.

Die Familie der Studentin wehrte sich außerdem dagegen, dass Rechtspopulisten das Schicksal der jungen Frau für ihre Zwecke missbrauchen. "Es geht hier eindeutig um Gewalt gegen Frauen und nicht um Gewalt durch Flüchtlinge. Das ist mir das Wichtigste, dass das deutlich wird", sagte Lösche im Dezember.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal