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Habichtskäuze sollen in Nordbayern heimisch werden

Erbendorf  

Habichtskäuze sollen in Nordbayern heimisch werden

24.02.2019, 09:06 Uhr | dpa

Habichtskäuze sollen in Nordbayern heimisch werden. Ein Habichtskauz sitzt in einem Gehege

Ein Habichtskauz sitzt in einem Gehege. Foto: Armin Weigel/Archiv (Quelle: dpa)

In Nordbayern sollen auch in diesem Jahr junge Habichtskäuze ausgewildert werden. Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) mit Sitz in Erbendorf (Kreis Tirschenreuth) hat 2017 ein Projekt zur Wiederansiedlung der geschützten Tiere gestartet. In freier Natur sind die Eulenvögel in Deutschland seit 100 Jahren ausgestorben. Seit Projektbeginn fanden elf Habichtskäuze im Steinwald, dem südlichen Fichtelgebirge und dem Oberpfälzer Wald eine neue Heimat. Einer der Vögel starb bei einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen. Heuer sollen 20 Tiere hinzukommen, wie der Vorsitzende Johannes Bradtka mitteilte.

Der Habichtskauz ist der größte und zugleich einer der seltensten Käuze in Mitteleuropa. Er ist etwa 60 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 125 Zentimetern und kann mehr als 20 Jahre alt werden. In Nordbayern finden die Vögel Bradtka zufolge geeignete Bedingungen. Die Region sei dünn besiedelt, das raue Klima mache ihnen nichts aus und an Beutetieren - vor allem Mäusen - mangele es nicht.

Die Habichtskäuze, die ausgewildert werden sollen, stammen aus dem Opel-Zoo im Taunus, dem Gehege des Nationalpark Bayerischer Wald, aus dem Tierpark Lohberg, aus Hellenthal in der Eifel sowie aus den Tierparks Gotha und Berlin. Auch der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Falkenorden züchtet für das Projekt. Das auf 10 Jahre angelegte Projekt kostet jährlich etwa 100 000 Euro. Gefördert wird es unter anderem von der Heinz-Sielmann-Stiftung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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