Sie sind hier: Home > Regional >

Grünen-Politiker fordert Kurswechsel von Heckler & Koch

Oberndorf am Neckar  

Grünen-Politiker fordert Kurswechsel von Heckler & Koch

27.02.2019, 06:36 Uhr | dpa

Grünen-Politiker fordert Kurswechsel von Heckler & Koch. Waffenhersteller Heckler & Koch

Das Logo des Waffenherstellers Heckler & Koch, aufgenommen am Stammsitz. Foto: Wolf von Dewitz/Archiv (Quelle: dpa)

Der Grünen-Verteidigungspolitiker Tobias Lindner hat die Rüstungsfirma Heckler & Koch aufgefordert, Exporte an nicht unmittelbar verbündete Staaten grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen. In einem Prozess um Lieferungen von Schusswaffen nach Mexiko waren in der vergangenen Woche zwei frühere Mitarbeiter des Unternehmens zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. "Heckler und Koch muss klären, ob es zukünftig noch in Drittländer tatsächlich exportieren oder einen Kurswechsel einschlagen will", erklärte Lindner dazu in Berlin.

In dem Gerichtsverfahren in Stuttgart ging es um die Frage, wie mehr als 4500 Sturmgewehre des Typs G36 sowie Maschinenpistolen und Zubehör im Wert von rund 4,1 Millionen Euro in Unruheregionen in Mexiko landen konnten, obwohl sie dorthin nicht hätten geliefert werden dürfen. Von Heckler & Koch sollen nach dem Willen des Gerichts 3,7 Millionen Euro eingezogen werden. Drei weitere Angeklagte - zwei ehemalige Geschäftsführer und ein früherer Vertriebsleiter - wurden freigesprochen.

Heckler & Koch gehört zu den verbliebenen zwei Bietern für das Nachfolgemodell des Sturmgewehrs G36, das die Bundeswehr ausmustern wird. Lindner sprach sich dafür aus, dabei mögliche rechtliche Konsequenzen aus dem Stuttgarter Urteil zu prüfen. "Ich gehe davon aus, dass das Verteidigungsministerium auch solche Fragen erörtern wird, wenn es die im Vergabeverfahren für ein neues Sturmgewehr verbliebenen Anbieter bewertet", so Lindner.

Heckler & Koch erklärte, sich als Konsequenz aus "Mexiko" bereits einem "ebenso notwendigen wie konsequenten Wandlungsprozess unterzogen" zu haben, um solche Vorgänge für die Zukunft auszuschließen. "So haben wir unsere Vertriebsstrategie grundlegend verändert und neue ethische Standards etabliert", teilte ein Sprecher mit. Es werde seither nur noch an Staaten geliefert, die klare und nachvollziehbare Anforderungen erfüllten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal