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Rentnerin im Haus von Einbrecher umgebracht: Mann gesteht

Schwerin  

Rentnerin im Haus von Einbrecher umgebracht: Mann gesteht

07.03.2019, 11:49 Uhr | dpa

Rentnerin im Haus von Einbrecher umgebracht: Mann gesteht. Justitia

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Ein 24-Jähriger hat in Schwerin gestanden, eine 85 Jahre alte Rentnerin in deren Haus umgebracht zu haben. Der junge Mann bestätigte zum Prozessauftakt am Donnerstag am Landgericht Schwerin ein Vernehmungsprotokoll. Demnach war er bei einem Einbruch im September vergangenen Jahres davon ausgegangen, dass sich niemand in dem Haus befand. Dann sei er von der alten Dame überrascht worden.

An Details der Tötung erinnere er sich jedoch nicht. Der gelernte Koch stand eigenen Angaben zufolge während des Einbruchs unter Drogen. Er sei auf der Suche nach Wertgegenständen gewesen, die er habe versetzen wollen, um sich weitere Drogen zu kaufen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord und Raub vor.

In seiner Jugend hatte der Mann in unmittelbarer Nachbarschaft des Opfers gewohnt. Gegenüber den Ermittlern räumte er ein, am 6. September 2018 gezielt in diesem Stadtteil nach lohnenden Einbruchobjekten gesucht zu haben, weil er sich in der Gegend auskannte. Bevor er sich dem Haus der ehemaligen Nachbarin zuwandte, hatte er vergeblich versucht, in zwei andere Häuser einzusteigen. Nachdem er durch ein Badezimmerfenster an der Rückseite ins Gebäude gelangt war, hörte er Geräusche im Schlafzimmer und schaute nach. Dort habe die alte Dame mit einem Hammer in der Hand gestanden und ihn angeschrien.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der große, kräftige Täter die Frau niederstieß, sich auf sie kniete und ihren Kopf mehrfach auf den Boden schlug. Zusätzlich soll er mit dem Hammer auf sie eingeschlagen haben. Nachdem er kein Lebenszeichen mehr von ihr vernahm, hat er der Anklage zufolge das Haus zwei Stunden lang nach Wertsachen durchsucht. Anschließend sei er mit 150 Euro Bargeld, einer EC-Karte, etwas Schmuck und einem Schließfachschlüssel geflohen.

Die Rentnerin wurde am nächsten Tag von besorgten Nachbarn tot in ihrem Haus gefunden. Der Täter stellte sich fünf Tage später der Polizei. In der vor Gericht verlesenen Vernehmung gab er an, er verstehe selbst nicht, warum er die Tat begangen habe. Es tue ihm "schrecklich leid" und er wolle sich bei den Hinterbliebenen entschuldigen. Der Prozess wird am 25. März fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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