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Schwesig prangert Ungerechtigkeit gegenüber Frauen an

Schwerin  

Schwesig prangert Ungerechtigkeit gegenüber Frauen an

07.03.2019, 19:21 Uhr | dpa

Schwesig prangert Ungerechtigkeit gegenüber Frauen an. Manuela Schwesig (SPD)

Ministerpräsidentinsidentin Manuela Schwesig (SPD) während eines Interviews. Foto: Rainer Jensen/Archiv (Quelle: dpa)

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei einem Empfang am Vorabend des Internationalen Frauentags anhaltende Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen angeprangert. Bei ihrer Rede im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin stellte Schwesig vor rund 300 Zuhörern die Frage in den Raum: "Warum bekommt eine Pflegerin weniger Gehalt als ein Mechatroniker?" Das sei nicht gerecht und habe mit Chancengleichheit nichts zu tun.

Schwesig sprach sich für mehr Frauen in Führungspositionen und in der Politik aus. Frauen seien in den Parlamenten noch immer in der Minderheit, sagte die Regierungschefin. Manches schrecke Frauen ab. "Sie wollen keine langen Debattensitzungen, sondern Lösungen." Es gebe auch vieles, was Frauen und Männer daran hindere, sich zu engagieren - wie Job, Kinder oder die Pflege kranker Angehöriger. Schwesig forderte: "Unsere Kultur der Teilhabe muss sich ändern. Sitzungszeiten und Kommunikationsformen müssen sich den Bedürfnissen von Frauen und Männern mit Betreuungsaufgaben anpassen."

Erstmals in der Geschichte des Bundeslandes zeichnete Schwesig eine "Frau des Jahres" aus. Geehrt wurde die Schulleiterin Marion Löning aus Ludwigslust. Mit Mut und Hartnäckigkeit habe sie die Schließung der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust verhindert und einen Neuanfang bewirkt, sagte Schwesig. Mit der Auszeichnung soll künftig jedes Jahr eine Frau gewürdigt werden, die aufgrund ihrer Leistungen und ihres Engagements im beruflichen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich Verantwortung übernimmt und sich für ihre Mitmenschen einsetzt.

Politiker verschiedener Parteien bekannten, dass es für die volle Gleichberechtigung der Frauen in Deutschland noch viel zu tun gebe. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) regte an, die partnerschaftliche Aufgabenverteilung im Familien- und Berufsalltag neu zu denken und fair zu verteilen. Gewerkschaften forderten insbesondere gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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