Sie sind hier: Home > Regional >

Moschee-Initiative: Kein Geld von ausländischen Staaten

Schwerin  

Moschee-Initiative: Kein Geld von ausländischen Staaten

08.03.2019, 08:45 Uhr | dpa

Moschee-Initiative: Kein Geld von ausländischen Staaten. Modell für Moschee-Neubau

Das Modell eines möglichen Moschee-Neubaus in Rostock. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Pläne für Moscheen sorgen in Schwerin und Rostock für Diskussionen. In der Landeshauptstadt will der Islamische Bund eine leerstehende Kaufhalle im Plattenbaugebiet Großer Dreesch zu einem muslimischen Gebetshaus mit Begegnungszentrum umbauen. Die Stadtverwaltung erwägt einen Erbpachtvertrag, doch einzelne Stadtfraktionen - darunter die CDU - sind skeptisch. Der Vize-Fraktionsvorsitzende Gert Rudolf äußerte Bedenken, dass die Segregation (Entmischung) des Stadtteils zunehmen könnte. Die AfD sammelt Unterschriften gegen das Vorhaben. Am Freitag wollten die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Schwerin ein gemeinsames Votum zu dem Vorhaben abgeben.

Die jetzigen Gebetsräume des Islamischen Bundes in einer ehemaligen Kita am Stadtrand sind schon seit längerem zu klein. Das Freitagsgebet finde wegen des Andrangs zweimal statt, sagte Mohamed Dib Khanji vom Vorstand des Vereins. Für Frauen, die getrennt beten, gebe es gar keine Räume. Jeden Freitag kämen um die 400 Teilnehmer, gepredigt werde auf Arabisch und auf Deutsch. Mohamed Dib Khanji geht davon aus, dass in Schwerin etwa 2000 Muslime leben.

Die leerstehende Kaufhalle soll nach seinen Vorstellungen auch ein Zentrum für Begegnungen mit Bewohnern des Stadtteils und mit Nichtmuslimen werden. Mohamed Dib Khanji betont die Unabhängigkeit seines Vereins. "Wir würden von keinem ausländischen Staat Geld nehmen", sagte er. Für die geplante Moschee würden innerhalb der Gemeinde und in Deutschland Spenden gesammelt. Immer wieder gibt es Kritik an Geld aus Saudi-Arabien und der Türkei für muslimische Gemeinden in Deutschland, weil eine politische Einflussnahme befürchtet wird.

In Rostock ist die gegenwärtige Moschee des Islamischen Bundes in einer Baracke untergebracht. Sie liegt in einem Gebiet, das die Stadt für Wohnen und Gewerbe entwickeln will, wie ein Stadtsprecher sagte. Ein Moschee-Neubau am Holbeinplatz ist im Gespräch. Die AfD hat bereits mehrfach gegen die Moschee-Pläne in Rostock demonstriert. Mitte Februar legten Unbekannte einen abgetrennten Schweinekopf an dem Grundstück nieder.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal