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Friedhofszwang: Bürger schreiben an Kommission

Schwerin  

Friedhofszwang: Bürger schreiben an Kommission

10.03.2019, 09:45 Uhr | dpa

Friedhofszwang: Bürger schreiben an Kommission. Grabstein in Form eines Kreuzes

Ein Grabstein in Form eines Kreuzes auf dem Alten Friedhof in Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Die Freigabe des Friedhofszwangs ist der am häufigsten geäußerte Wunsch von Bürgern an die Expertenkommission zur Bestattungskultur in Mecklenburg-Vorpommern. Seit dem Start der Öffentlichkeitsbeteiligung Mitte Dezember seien 56 Eingaben eingegangen, sagte der Leiter des Kommissionssekretariats im Landtag, Knud Winkelmann, der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. "Das ist schon eine ganze Menge." Bürger können sich per E-Mail unter bestattungskultur@landtag-mv.de beteiligen.

Überwiegend werde der Wunsch geäußert, die Asche eines Verstorbenen im eigenen Garten zu bestatten oder die Urne mit nach Hause nehmen zu können, sagte Winkelmann. Bisher dürfen Urnen im Nordosten nur auf Friedhöfen, in Begräbniswäldern oder auf See beigesetzt werden.

Die Bestattungsgesetze in Deutschland werden in den Bundesländern gemacht und treffen recht unterschiedliche Regelungen. Die Asche von Toten kann bislang nur in Bremen auf dem Privatgrundstück verstreut werden.

Das Gesetz in MV regelt unter anderem auch Leichenschauen und Obduktionen. Um diese beiden Themen und um damit verbundene Kostenfragen soll es bei der nächsten öffentlichen Kommissionssitzung an diesem Montag im Landtag gehen. Möglicherweise gibt es erste Empfehlungen zu Veränderungen am Gesetz - wenn, dann zu diesem Bereich.

Die Expertenkommission, die im November 2018 erstmals zusammengetreten ist, soll Vorschläge für eine Modernisierung des Bestattungsrechts in Mecklenburg-Vorpommern unterbreiten. Vorsitzender des 20-köpfigen Gremiums ist der Greifswalder Rechtsprofessor Heinrich Lang. Neben Landtagsabgeordneten gehören der Kommission auch Vertreter der beiden Kirchen sowie der Juden und Muslime, des Städte- und Gemeindetages, Rechtsmediziner, der Bestatterfachverband sowie Verbraucherschützer an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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