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Massenvermehrung von Borkenkäfern geht weiter

Schwerin  

Massenvermehrung von Borkenkäfern geht weiter

10.03.2019, 10:22 Uhr | dpa

Massenvermehrung von Borkenkäfern geht weiter. Borkenkäfer

Ein Borkenkäfer kriecht über eine Fichte. Foto: Matthias Hiekel/Archiv (Quelle: dpa)

Die Landesforstanstalt rechnet mit einer weiteren massenhaften Vermehrung des Borkenkäfers in diesem Jahr. In Wäldern mit hohem Fichtenanteil müssten die befallenen Bäume schnellstens entfernt werden, sagte der Leiter der Landeswaldschutzmeldestelle in Schwerin, Mathis Jansen. Die Arbeitskräfte reichten jedoch nicht überall aus. Die Behörde erfasst die Borkenkäferschäden im Landes-, Privat- und Kommunalwald im Land.

Bereits 2018 hatte der warme, trockene Sommer zu einer ungewohnten Verbreitung des Borkenkäfers geführt. Die befallenen Fichten werden durch den Fraß abgetötet und müssen gefällt werden. Jansen zufolge fielen dem Forstschädling seit dem vorigen Jahr im Land 85 000 Kubikmeter Fichtenholz zum Opfer. Eine vergleichbare Menge sei zuletzt 1995 mit 165 000 Kubikmetern angefallen. Obwohl das Borkenkäferproblem im Vergleich zu anderen Bundesländern mit mehr Fichtenbeständen verhältnismäßig gering sei, werde sich der Fichtenanteil in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar verringern, sagte Jansen. Die Fichte hatte bei der letzten Bundeswaldinventur 2012 im Nordosten noch einen Anteil von sieben Prozent.

Bei den Borkenkäfern handelt es sich Jansen zufolge in erster Linie um Buchdrucker und Kupferstecher. Bereits 2016 und 2017 sei ein gewisser Anstieg der Käferpopulationen zu beobachten gewesen. 2017 seien Sturmschäden hinzugekommen. Die großen Mengen an umgeworfenen Bäumen aus dem Herbst und Winter, die teilweise vereinzelt in den Waldbeständen lagen, hätten dem Käfer im Frühjahr viel Brutraum geboten. 2018 flogen die Käfer sehr früh im Jahr aus, nachdem ab April 2018 die Temperaturen bei über 16 Grad lagen. Zum Teil bildeten die Käfer bis zu drei Generationen aus.

Die Fichten waren durch die Dürre sehr geschwächt und oft nicht mehr in der Lage, den Käferbefall durch Harzfluss abzuwehren. Gegenwärtig sind die Käfer Jansen zufolge noch in der Überwinterung. Liegen die Temperaturen dauerhaft bei 16 Grad, fliegen sie aus. Sie können auch vitale Fichten befallen. "Bei einem weiteren Sommer mit sehr hohen Temperaturen und wenig Niederschlägen ist noch mit einer deutlichen Zunahme des Problems zu rechnen", sagte Jansen. Daher sollten alle betroffen Waldbesitzer und Förster befallene Bäume schnellstmöglich aus dem Wald abfahren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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