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Schwerer Fall von Mobbing an Schule in Crivitz

Schwerin  

Schwerer Fall von Mobbing an Schule in Crivitz

11.03.2019, 16:09 Uhr | dpa

Ein schwerer Fall von Mobbing hat sich an einer Regionalschule in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ereignet. Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen rund 30 Schüler daran beteiligt gewesen sein. Das Bildungsministerium in Schwerin bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Ostsee-Zeitung" (Montag).

Sechstklässler sollen danach Fünftklässler mit sogenanntem "Stängeln" gequält haben. Vier bis fünf Jungen der sechsten Klasse sollen dabei einen Fünftklässler hochgehoben und den Schritt des Kindes an einem Baumstamm gerieben haben. Die Mehrzahl der Opfer sei im kommenden Schuljahr selbst zum Täter bei diesem "Ritual" geworden.

Nach einer Anzeige der Schule ermittelte zunächst die Staatsanwaltschaft Schwerin. Die Ermittlungen seien zu Jahresbeginn jedoch eingestellt worden, sagte eine Sprecherin. Ein Kind sei befragt worden, habe aber keine Namen von Tätern genannt. Sie wären ohnehin strafunmündig gewesen.

Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) verwies auf zahlreiche Projekte gegen Mobbing in der Schule. Sie sehe aber auch die Eltern in der Verantwortung, genauer hinzusehen, sagte sie. "Sie müssen ihren Kindern aufzeigen, wann sie Grenzen überschreiten." In der Schule werde vor allem auf Prävention gesetzt, damit Mobbing und Gewalt gar nicht erst entstehen. Ministeriumssprecher Henning Lipski ergänzte: "Es ist wichtig, dass über Mobbing gesprochen und den Schülern vermittelt wird, dass das nicht geht."

Der Landtag befasst sich am Freitag mit Mobbing in der Schule. Die Angebote sollen besser koordiniert werden. CDU und SPD fordern in ihrem Antrag eine ganzheitliche Anti-Mobbing-Strategie an den Schulen. "Das Bildungsministerium ist in der Pflicht", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Vincent Kokert. Mobbing in der Schule sei ein verbreitetes Phänomen. "Es gibt haarsträubende Geschichten." Nötig seien etwa Vertrauenslehrer und psychologische Hilfe. In Crivitz werde nun noch einmal ein Schulpsychologe an die Schule entsandt, sagte Ministeriumssprecher Lipski.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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