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Kunst in Schnipseln: Oldenburger zerschneidet Gemälde

Oldenburg  

Kunst in Schnipseln: Oldenburger zerschneidet Gemälde

12.03.2019, 06:13 Uhr | dpa

Kunst in Schnipseln: Oldenburger zerschneidet Gemälde. Thomas Marsen mit "Pocket Museum"

Der Hobbykunstsammler Thomas Marsen hält einen Rahmen in seiner Hand, den er als "Pocket Museum" bezeichnet. Foto: Mohssen Assanimoghaddam (Quelle: dpa)

Vom Auto bis zum Akkuschrauber: Das Teilen ist ein gesellschaftlicher Mega-Trend. Thomas Marsen, Hobby-Kunstsammler, aus Oldenburg, möchte andere Menschen an seinen Werken teilhaben lassen - indem er sie zerschneidet, jeweils zwölf winzige Schnipsel rahmt und als "Pocket Museum" verkauft. "Ich wollte etwas Handliches machen", sagte der 53 Jahre alte Konzertveranstalter der dpa. Vor dem Zerschneiden ihrer Gemälde habe er sich das Einverständnis der zwölf beteiligten Künstler geholt.

Im Herbst hatte sich das Bild "Girl with Balloon" des Street-Art-Künstlers Banksy während einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's mit Hilfe eines eingebauten Mechanismus zur Hälfte selbst zerschnippelt. Marsen beteuert, die Vorbereitungen für seine Aktion hätten schon früher begonnen. Mit Banksy habe seine Arbeit ohnehin nichts zu tun. Der Oldenburger sieht sich in einer weit niedrigeren Liga. "Ich zerschneide ja auch keinen Gerhard Richter." Geld habe er schon vernichtet, nach eigenen Angaben einen "mittleren vierstelligen Betrag pro Bild".

Die Hauptarbeit beim Schneiden, Arrangieren und Rahmen übernahm der Vater des 53-Jährigen, Dieter Marsen (75), ein Steinmetz und Bildhauer. Unter den 16 mal 16 Millimeter kleinen Quadraten stehen die Namen der Künstler, die damit laut Marsen auch ihren Bekanntheitsgrad steigern können. Stolze 300 Euro verlangt er pro "Pocket Museum". Es gehe ihm aber nicht ums Geldverdienen, sondern um das Realisieren einer Idee, betont der Sammler.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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