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CFC-Insolvenzverwalter: Staat mit Gewaltmonopol im Stadion

Chemnitz  

CFC-Insolvenzverwalter: Staat mit Gewaltmonopol im Stadion

12.03.2019, 12:50 Uhr | dpa

CFC-Insolvenzverwalter: Staat mit Gewaltmonopol im Stadion. Fans des Chemnitzer FC

Fans des Chemnitzer FC zünden Pyrotechnik ab. Foto: Harry Härtel (Quelle: dpa)

Der Insolvenzverwalter des Chemnitzer FC hat sich nach den Vorkommnissen bei dem sächsischen Regionalligisten für das Gewaltmonopol des Staates auch im Stadion ausgesprochen. "Die Erledigung von Sicherheit in Stadien durch private Sicherheitsdienste ist Einfallstor für rechtsextreme Ideologien", schrieb Klaus Siemon am Dienstag bei Twitter. Sie sichere deren Finanzierung und untergrabe das staatliche Gewaltmonopol, meinte er weiter.

Siemon antwortete dabei auf eine Stellungnahme von Innenminister Horst Seehofer. Der CSU-Politiker hatte als Reaktion auf die umstrittene Trauerfeier für einen gestorbenen Rechtsextremen im Stadion des CFC der Deutschen Presse-Agentur am Montag gesagt: "Ich halte es für richtig und absolut notwendig, dass die Verantwortlichen beim Chemnitzer FC und beim Nordostdeutschen Fußballverband die erforderlichen Konsequenzen ziehen."

Sport solle eine integrierende Wirkung haben und Menschen miteinander verbinden. "Hier darf es keinen Raum für Rechtsextremismus und Rassismus geben", sagte Seehofer. Deswegen fördere sein Ministerium Projekte, die sich gegen Diskriminierung und jede Form von Extremismus richteten.

Der Sicherheitsdienst des toten Fans, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation gilt, war jahrelang bis 2007 auch für die Sicherheit im Stadion des CFC verantwortlich gewesen. Vor dem Meisterschaftsspiel am Samstag war eine Trauerbekundung für ihn im Stadion abgehalten worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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