Sie sind hier: Home > Regional >

Verband für Erneuerbare Energien: Tempo bei Windkraftnutzung

Schwerin  

Verband für Erneuerbare Energien: Tempo bei Windkraftnutzung

13.03.2019, 12:28 Uhr | dpa

Verband für Erneuerbare Energien: Tempo bei Windkraftnutzung. Sonnenaufgang hinter Windrädern

Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Patrick Seeger/Archiv (Quelle: dpa)

Der Landesverband Erneuerbare Energien fordert wieder deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Windkraftnutzung in Mecklenburg-Vorpommern. "Die neu installierte Leistung ist in den vergangenen drei Jahren stetig gesunken und hat 2018 mit 127 Megawatt ihren bisher tiefsten Punkt erreicht. Das geplante jährliche Wachstum liegt aber nach dem Energiepolitischen Konzept bei 300 Megawatt", sagte der Verbandsvorsitzende Johann-Georg am Mittwoch in Schwerin. Das Land hinke somit immer weiter hinter den selbst gesteckten Zielen hinterher. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) müsse daher Klimaschutz und Energiewende endlich zur Chefsache machen.

In ihrer am Dienstag vorgestellten Halbzeitbilanz bezeichnete die von Schwesig geführte Regierung Mecklenburg-Vorpommern weiterhin als einen "Vorreiter bei der Energiewende". Auf den zuletzt geringen Zuwachs an Windenergieanlagen angesprochen, verwies Schwesig auf den Bau großer Offshore-Anlagen vor der Küste Rügens. Dort werde zu Ostern der nächste Windpark offiziell in Betrieb genommen.

Jäger beklagte die nur schleppende Ausweisung neuer Eignungsgebiete an Land. "Während andere Bundesländer bereits bis zu 2 Prozent ihrer Fläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen haben, liegt dieser Wert in Mecklenburg-Vorpommern bei nur 0,6 Prozent", konstatierte der frühere Grünen-Politiker. Bis zum Jahr 2025 müsse der Flächenanteil im Nordosten auf mindestens 1,2 Prozent verdoppelt werden, um den Ersatz von Atom- und Kohlestrom sicherstellen zu können. Bis 2040 sollen es laut Jäger dann 2 Prozent sein.

Allerdings formiert sich in vielen Regionen des Landes Widerstand gegen die Errichtung neuer, meist auch größerer Windanlagen, was die Planungen zum Teil verzögert. Kritiker führen neben Schlagschatten und Geräuschbelastungen auch hohe Stromkosten als Argumente an. Neben den allgemeinen Umlagen für Ökostrom sorgen insbesondere erhöhte Netzkosten für überdurchschnittlich hohe Strompreise im Nordosten.

Der Bau von Windparks, Solar- und Biogasanlagen führte dazu, dass Mecklenburg-Vorpommern inzwischen doppelt so viel Strom erzeugt wie im Land verbraucht wird. Im Jahr 2017 stammten laut Statistikamt rund 72 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen. In Mecklenburg-Vorpommern drehen sich derzeit knapp 2000 Windräder. Sie sorgen fast für die Hälfte der Stromproduktion im Nordosten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal