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"Fridays for Future"-Demos in MV: Hesse betont Schulpflicht

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"Fridays for Future"-Demos in MV: Hesse betont Schulpflicht

13.03.2019, 13:23 Uhr | dpa

"Fridays for Future"-Demos in MV: Hesse betont Schulpflicht. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD)

Die Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Foto: Stefan Sauer/Archiv (Quelle: dpa)

Der von der Initiative "Fridays for Future" initiierte internationale Schulstreik für mehr Klimaschutz am Freitag betrifft auch Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Unter anderem sind Aktionen in Rostock, Stralsund, Schwerin, Greifswald, Anklam, Wismar, Neubrandenburg, Friedland und Boizenburg geplant. Sie orientieren sich am Schulstreik von Greta Thunberg. Sie hatte im August 2018 damit begonnen, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

"Ich finde es großartig, dass sich bei uns in Mecklenburg-Vorpommern so viele junge Menschen für den Klimaschutz einsetzen", zeigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch Verständnis für die Schüler. "Sie erinnern uns daran, dass wir eine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen haben." Diese Verantwortung bestehe darin, die Erde in einem guten Zustand zu halten.

Auch die Linken begrüßten das Engagement von "Fridays for Future" und solidarisierten sich mit den Schülern. "Veränderung beginnt mit Protest und Widerspruch", hieß es. Entgegen häufiger Vorurteile sei die Jugend nicht unpolitisch. Die anhaltenden Proteste für eine gerechte und soziale Klimapolitik zeigten, wie wichtig es den Schülern sei. Die Politiker sollten sie ernst nehmen.

"Ich freue mich, wenn sich Schüler an gesellschaftlichen und politischen Debatten und Aktionen beteiligen und sich einbringen", sagte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Aber die Schulpflicht müsse erfüllt werden. Die Teilnahme an einer Demonstration während der Unterrichtszeit stehe der Schulpflicht entgegen.

"Eine Beurlaubung kommt nicht in Frage, weil mit der Teilnahme an einer Demonstration kein triftiger Grund vorliegt", betonte Hesse. Wer demonstrieren möchte, könne das am Freitagnachmittag tun. Wer sich dennoch entscheide, während der Schulzeit zu demonstrieren, müsse mit Konsequenzen rechnen. "Das bedeutet in diesem Fall ein Eintrag, dass sie unentschuldigt gefehlt haben."

Anders sehe es aus, wenn die Teilnahme an der Demonstration im Klassenverbund erfolgt, wenn es sich um ein Schulprojekt handelt, das Teil des Unterrichts ist. "Es ist möglich, dass Lehrer die Demonstrationen zum Thema im Unterricht machen", erklärte Hesse.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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