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Studie zu Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus

Trier  

Studie zu Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus

15.03.2019, 11:50 Uhr | dpa

Ein Projekt der Universität Trier hat neue Zahlen zu Zwangssterilisationen in der Region zur Zeit des Nationalsozialismus zu Tage gefördert. Demnach erfolgte ein entsprechender chirurgischer Eingriff im ehemaligen Regierungsbezirk Trier zwischen den Jahren 1934 und 1944 in mehr als 2200 Fällen, wie die Hochschule am Freitag in Trier mitteilte. Sogenannte Verfahren auf Unfruchtbarmachung vor dem damaligen Trierer Erbgesundheitsgericht wurden in dem Zeitraum knapp 3400 gezählt.

21 Ärzte seien auch als beisitzende Richter an Verfahren vor dem Erbgesundheitsgericht beteiligt gewesen und hätten so "maßgeblichen Einfluss auf die Beschlüsse" gehabt. Amtsärzte aus der Region seien mit ihren Anträgen vor dem Gericht für mehr als drei Viertel der Verfahren verantwortlich gewesen.

Unter den Nazis war es auch zu einem Massenmord an behinderten Menschen gekommen, die NS-Machthaber stuften sie als "lebensunwert" ein. Die Grundlage dafür wurde 1933 mit dem "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" geschaffen. Dem "Euthanasie"-Programm der Nazis fielen rund 300 000 Menschen zum Opfer. Viele davon waren zuvor zwangssterilisiert worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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