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Dreifache Mutter getötet und versenkt: Ehemann will gestehen

Münster  

Dreifache Mutter getötet und versenkt: Ehemann will gestehen

19.03.2019, 11:46 Uhr | dpa

Dreifache Mutter getötet und versenkt: Ehemann will gestehen. Justitia

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Er soll seine Frau erstochen und die Leiche in einem Ententeich versenkt haben: Im Prozess um die getötete Mutter dreier Kinder in Münster will der angeklagte Ehemann ein Geständnis ablegen. Zum Prozessauftakt am Dienstag schwieg der 32-Jährige aber zunächst zu den Vorwürfen. Der russische Ex-Soldat soll seine Ehefrau während eines Spaziergangs im münsterländischen Heek erstochen haben. Ihre Leiche wurde später in dem Teich gefunden - mit Netzen umwickelt und Steinen beschwert. Die Verteidigerin des Mannes kündigte am Rande des Prozesses am Landgericht ein Geständnis an einem der nächsten Verhandlungstage an. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Der Angeklagte soll die 23-Jährige im August 2018 getötet haben. Demnach war er mit seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen, zwei Monate alten Baby, in Heek unterwegs. Laut Anklage kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf die Frau ihren Mann mit einem Küchenmesser bedrohte. Dieses Messer soll der Angeklagte, der als Soldat sechs Jahre im Tschetschenien-Krieg war, ihr abgenommen und dann immer wieder zugestochen haben. Die Ärzte zählten später 17 Einstiche - in den Unterkiefer, Hals und Oberkörper.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die Leiche zunächst mit einem Rollkoffer wegschaffen wollte. Den soll er extra aus der Wohnung geholt haben. Weil der Koffer jedoch zu klein gewesen sei, habe er diesen als Floß genutzt, um den leblosen Körper zur Mitte eines nahen Ententeichs zu bringen. Dort - auf dem Grund - war die Leiche im Dezember gefunden worden.

Später soll der 32-Jährige auch noch seinen ältesten Sohn - das Paar hat drei gemeinsame Kinder - und die Schwiegereltern mit dem Tode bedroht haben. Sie waren aus Russland angereist, nachdem der Angeklagte ihre Tochter als vermisst gemeldet hatte.

Der Angeklagte war 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Frau und Kinder waren ein Jahr später nachgekommen. Während er in einer Asylunterkunft in Mettmann wohnte, war seine Familie der Stadt Heek zugewiesen worden. Am Tattag hatte der 32-Jährige sie dort besucht. Bereits davor soll er seine Frau geschlagen haben. Hintergrund des Streits könnte Eifersucht gewesen sein. Außerdem war von Seiten der Verteidigung von Drogenproblemen des Angeklagten die Rede.

Nach seiner Festnahme soll der 32-Jährige versucht haben, sich umzubringen. "Er wird mit der Tat nicht fertig", sagte Verteidigerin Tombrink. "Weil er weiß, dass ihn seine Kinder hassen werden." Er selbst vermisse sie sehr. "Er hat sie sehr geliebt - und er wollte seine Frau auch nicht töten."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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