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Deutsche Seeschifffahrt sucht nach Nachwuchs

Bremen  

Deutsche Seeschifffahrt sucht nach Nachwuchs

20.03.2019, 05:43 Uhr | dpa

Deutsche Seeschifffahrt sucht nach Nachwuchs. Zwei Maschinentechniker stehen im Kontrollraum

Zwei Maschinentechniker stehen im Kontrollraum eines Containerschiffs der dänischen Maersk-Line. Foto: Christian Charisius/Archiv (Quelle: dpa)

Die deutsche Seeschifffahrt muss wie viele technische Branchen um Nachwuchs kämpfen. Das sagte der Geschäftsführer der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt, Holger Jäde, der Deutschen Presse-Agentur in Bremen. In der Hansestadt beschäftigte sich noch bis Mittwoch auch der 13. Bremer Schifffahrtskongress mit der Zukunft der Arbeit auf See. Dabei ging es auch um Automatisierung und Digitalisierung der Schifffahrt bis hin zu autonomen Schiffen.

"Es gibt immer noch genügend Reedereien, die ausbilden. Es gibt auch immer noch genügend Firmen, die junge Menschen behalten und fördern bis zum Offizier", sagte Jäde. "Aber wir haben zurzeit einfach nicht ausreichend Bewerber, um eine gute Auswahl zu haben."

Auf der Suche nach Kandidaten besuche die Berufsbildungsstelle viele Messen - an der Küste wie im Binnenland. "Wir stellen fest, dass man mit persönlichen Gesprächen auf den Berufsinformationsmessen am meisten erreichen kann", sagte Jäde. Ein anderer Weg, junge Leute anzusprechen, sei das "Ferienfahrer"-Programm des Verbandes Deutscher Reeder. Dabei können Schülerinnen und Schüler in den Ferien auf Handelsschiffen die Arbeit auf See erleben. Sie müssen mindestens 16 Jahre alt und seetauglich sein.

Die Berufsbildungsstelle ist im Auftrag von Bund, Ländern, Reedereien und Gewerkschaften zuständig für den Lehrberuf des Schiffsmechanikers. Derzeit seien 349 Mechaniker in Ausbildung, dazu 170 nautische und 27 technische Schiffsoffiziersassistenten. Für angehende Kapitäne oder Leiter der Maschinenanlage ersetzen diese Ausbildungen einen Teil des Fachhochschulstudiums. Durch den Verkauf der großen Reederei Hamburg-Süd an den Konzern Maersk in Dänemark seien Lehrstellen in Deutschland verloren gegangen, sagte Jäde.

Zur maritimen Wirtschaft in Deutschland zählen neben der Seeschifffahrt auch Schiffbau, Offshore-Anlagen, Häfen, Zulieferer und Meerestechnik. Die Bundesregierung schätzt den Jahresumsatz der Branche auf etwa 50 Milliarden Euro. Sie biete direkt oder indirekt 400 000 Arbeitsplätze.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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