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Bayer-Aktien brechen nach Glyphosat-Schlappe ein

San Francisco  

Bayer-Aktien brechen nach Glyphosat-Schlappe ein

20.03.2019, 09:56 Uhr | dpa

Bayer-Aktien brechen nach Glyphosat-Schlappe ein. Bayer legt Angebot für Monsanto vor

Der Aktienkurs der Bayer-Aktien ist nach der Schlappe in einem richtungsweisenden Glyphosat-Prozess eingebrochen. Foto: Oliver Berg/Archiv (Quelle: dpa)

Eine Schlappe in einem richtungweisenden Glyphosat-Prozess in den USA hat der Laune der Bayer-Aktionäre am Mittwoch einen herben Dämpfer versetzt. Der Aktienkurs brach im frühen Handel im Dax um rund 10 Prozent auf 62,54 Euro ein. Zum Vergleich: Vor einem Jahr kosteten die Aktien noch rund 100 Euro.

Eine Geschworenen-Jury in San Francisco hatte einstimmig entschieden, dass der Monsanto-Unkrautvernichter Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen sei.

Für Bayer dürfte es nun nur noch darum gehen, den Schaden zu begrenzen, sagte Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research. Mit Blick auf die zweite Prozessphase sei das Schlimmste zu befürchten.

Analyst Michael Leacock sagte, die Wahrscheinlichkeit steige, dass Bayer und die im Zentrum der Klagen stehende US-Saatguttochter Monsanto eine große Zahl der vielen tausend Glyphosat-Klagen verlieren könnte. Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt.

Bayer zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zwar enttäuscht von der Entscheidung, bleibt aber davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachten. Doch auch angesichts des fallenden Aktienkurses werden die Fragen an Bayer-Chef Werner Baumann lauter, ob er die Risiken beim rund 63 Milliarden Dollar schweren Kauf von Monsanto unterschätzt hat.

Entsprechend harsch dürfte die Kritik auf der Bayer-Hauptversammlung am 26. April ausfallen. So bezeichnete Christian Strenger von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex den Monsanto-Kauf in einem dem "Manager Magazin" vorliegenden Brief unlängst als "den größten und schnellsten Wertvernichter der Dax-Geschichte". Strenger fordert demnach die übrigen Aktionäre auf, Baumann und seinen Vorstandskollegen die Entlastung zu verweigern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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