Sie sind hier: Home > Regional >

Naturschützer reichen Beschwerde gegen Offshore-Windpark ein

Berlin  

Naturschützer reichen Beschwerde gegen Offshore-Windpark ein

20.03.2019, 14:24 Uhr | dpa

Naturschützer reichen Beschwerde gegen Offshore-Windpark ein. Das Logo des NABU

Der NABU hat wegen der Auswirkungen von Nordsee-Windparks auf die Vogelwelt eine Beschwerde eingelegt. Foto: W. Kumm/Archiv (Quelle: dpa)

Die Umweltorganisation Nabu hat wegen der Auswirkungen von Nordsee-Windparks auf die Vogelwelt eine formelle Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingelegt. Konkret richte sich die Beschwerde bei der EU-Kommission gegen die Umweltschäden durch den Windpark "Butendiek" westlich von Sylt und weitere Windparks am europäischen Vogelschutzgebiet "Östliche Deutsche Bucht", teilte der Nabu am Mittwoch in Berlin mit. Die Daten zeigten seit fast zwei Jahren, dass seltene und streng geschützte Seetaucher aus dem für sie bestimmten Schutzgebiet vertrieben würden.

"Butendiek" liegt rund 35 Kilometer vor der Küste und besteht aus 80 Windrädern mit jeweils 3,6 Megawatt Leistung, also 288 Megawatt insgesamt. Noch weiter westlich, aber außerhalb der Grenzen des Naturschutzgebietes, liegen die Windparks "DanTysk" und "Sandbank". Gegen "Butendiek" waren Naturschützer schon in der Planungs- und Bauphase erfolglos mit juristischen Mitteln vorgegangen. "Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich die Offshore-Windparks in der Nordsee erheblich stärker auf die Vogelwelt auswirken als prognostiziert", sagte Nabu-Experte Kim Detloff. Bis zu einer Entfernung von 16 Kilometern um die Windparks würden deutlich weniger Seetaucher gezählt.

Die Behörden müssten jetzt handeln, sonst verstoße Deutschland jeden Tag gegen EU-Naturschutzrecht. Für die Vögel wäre es am besten, wenn "Butendiek" zumindest in Teilen zurückgebaut würde, sagte Detloff. Wenn das nicht mehrheitsfähig sei, erwarte der Nabu wirksame alternative Maßnahmen. Der Nabu hofft, dass die EU trotz der anstehenden Europawahlen sich noch in diesem Jahr des Themas annimmt und auf die Bundesrepublik einwirkt, die Naturschutzgesetze einzuhalten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal