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100 Millionen Euro Schaden: Zoll verhaftet Diesel-Betrüger

Berlin  

100 Millionen Euro Schaden: Zoll verhaftet Diesel-Betrüger

20.03.2019, 16:17 Uhr | dpa

100 Millionen Euro Schaden: Zoll verhaftet Diesel-Betrüger. Zoll

Ein Zollbeamter hält seine Handschellen vor dem Logo "Zoll", das auf einem Dienstfahrzeug abgebildet ist. Foto: Patrick Seeger/Archiv (Quelle: dpa)

Zollfahnder haben in Berlin und Brandenburg Diesel-Betrüger festgenommen, die einen Steuerschaden in Höhe von rund 100 Millionen Euro verursacht haben sollen. Den vier verhafteten Männern wird illegaler Handel mit Heizöl vorgeworfen, wie das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg und die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Berlin mitteilten. Die Beschuldigten sollen das Öl entfärbt und in Polen als Diesel verkauft haben. Auch bandenmäßige Geldwäsche wird den Verdächtigen im Alter von 48 bis 59 Jahren zur Last gelegt. Der Steuerschaden in Höhe von rund 100 Millionen Euro sei allein in Deutschland entstanden.

Zwischen August 2014 und April 2018 sollen sie von Berlin aus mehrere Abnehmer in Polen beliefert haben. In das Land sollen mehr als 6000 Transporte gegangen sein.

Heizöl wird weniger besteuert als Diesel und ist deshalb preiswerter. Es darf aber nicht als Treibstoff verwendet werden. Um es von Treibstoff zu unterscheiden, wird es rosa eingefärbt. Die Besteuerung bei einer Verwendung als Dieselkraftstoff ist in Deutschland und in Polen um ein vielfaches höher als die Besteuerung für Heizöl.

Ermittelt wird gegen neun Verdächtige. Bei der Aktion am Mittwochvormittag wurden 20 Wohn- und Geschäftsadressen in Berlin und Brandenburg durchsucht. Beteiligt waren 140 Ermittler. Die Fahnder stellten 50 000 Euro und weitere Beweismittel sicher. Zudem wurden wegen des vermuteten Steuerschadens Vermögenswerte festgesetzt, die später unter Umständen eingezogen werden können.

Die Ermittlungen laufen bereits seit anderthalb Jahren, hieß es. Beteiligt waren auch Justiz und Zollfahndung aus Polen sowie die europäische Ermittlungs-Koordinierungsstelle Eurojust. Wie ein Sprecher berichtete, fanden am Dienstag und am Mittwoch auch Durchsuchungen in Polen statt. Dort wurden sieben Verdächtige festgenommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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