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Marktkirche will umstrittenes Schröder-Fenster einbauen

Hannover  

Marktkirche will umstrittenes Schröder-Fenster einbauen

20.03.2019, 19:31 Uhr | dpa

Marktkirche will umstrittenes Schröder-Fenster einbauen. Marktkirche in Hannover

Die Sonne scheint durch das hohe Kirchenschiff in der Marktkirche in Hannover. Foto: Peter Steffen/Archiv (Quelle: dpa)

Im Streit um ein von Altkanzler Gerhard Schröder (74) finanziertes Kirchenfenster ist eine Entscheidung gefallen. Der Vorstand der Marktkirchengemeinde Hannover habe beschlossen, das Kunstwerk anfertigen und einbauen zu lassen, teilte der Evangelisch-Lutherische Sprengel Hannover am Mittwoch mit. "Der Kirchenvorstand trifft diese Entscheidung nach mehrjähriger intensiver Debatte, die für ein Jahrhundert-Projekt wie das Reformationsfenster auch notwendig gewesen ist", wird Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann in der Mitteilung zitiert.

Das 13 Meter hohe Fenster, das Schröder der Kirche schenken will, wurde von Markus Lüpertz entworfen, dem langjährigen Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie. Der Künstler beschäftigt sich in dem Werk mit dem Leben Martin Luthers. Diskutiert wird der Entwurf unter anderem wegen fünf Fliegen, die symbolisch für das Böse stehen sollen.

Finanziert werden soll das Fenster durch den Verzicht Schröders auf Vortragshonorare. Die Kosten für Herstellung und Einbau schätzt die Gemeinde auf rund 150 000 Euro. Mit dem Erben des Kirchenarchitekten liegt die Kirche allerdings im Streit. Georg Bissen, Stiefsohn von Architekt Dieter Oesterlen, hat die Urheberrechte an der baulichen Gestaltung der Kirche und wehrte sich bis zuletzt. Der Beschluss sei aber gegen die weiterhin bestehende Ablehnung Bissens gefasst worden, sagte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Reinhard Scheibe. Bissen selbst war am Mittwochabend zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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