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Facebook-Datenpanne: Datenschützer fordert schnelle Klärung

Hamburg  

Facebook-Datenpanne: Datenschützer fordert schnelle Klärung

22.03.2019, 11:36 Uhr | dpa

Facebook-Datenpanne: Datenschützer fordert schnelle Klärung. Datenschützer Johannes Caspar

Datenschützer Johannes Caspar. Foto: Daniel Reinhardt (Quelle: dpa)

Nach der neuen Datenpanne bei Facebook hat der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar eine rasche Aufklärung gefordert. "Insbesondere geht es um Verstöße gegen die Verpflichtung der sicheren Datenverarbeitung und der unverzüglichen Meldung von Datenschutzverstößen bei der zuständigen Behörde", erklärte Caspar am Freitag der dpa. Die seit vergangenem Mai greifende europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht unter anderem eine Meldefrist von 72 Stunden vor.

Allerdings müssen Behörden in dem Fall auch grundsätzlich die Frage beantworten, inwieweit ein Sachverhalt wie bei der aktuellen Panne eine Datenschutzverletzung darstellt. Facebook hatte am Donnerstag eingeräumt, dass Passwörter von hunderten Millionen Nutzern in internen Systemen durch einen Fehler im Klartext gespeichert wurden. Damit waren sie für diverse Mitarbeiter im Prinzip einsehbar, das Online-Netzwerk erklärt allerdings, es gebe keine Hinweise auf einen Missbrauch. Außerhalb der Facebook-Systeme waren die Passwörter nicht zugänglich. Die Panne sei im Januar bei einer Routine-Überprüfung entdeckt worden. Wann genau der Fehler behoben wurde, blieb unklar.

Caspar begrüßte zugleich, dass EU-Justizkommissarin Vera Jourova mit einem Aufruf zum Verlassen von Facebook eine deutliche Position bezogen habe. "Solange das Werbenetzwerk sich mit der Seriosität von staatlichen Institutionen bis hin zu Rundfunkanstalten und politischen Parteien schmücken kann, ist keine Änderung im Umgang mit Nutzerdaten zu erwarten", betonte er.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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