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Im Mordprozess gegen Ali B. geht es um Obduktion

Wiesbaden  

Im Mordprozess gegen Ali B. geht es um Obduktion

22.03.2019, 15:08 Uhr | dpa

Im Mordprozess gegen Ali B. geht es um Obduktion. Polizisten im Einsatz

Polizisten im Einsatz an Fundort von Susannas Leiche nahe Wiesbaden-Erbenheim. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Im Mordprozess um die getötete Mainzer Schülerin Susanna hat am Freitag eine Sachverständige über mögliche Todesumstände berichtet. Um den Hals der toten Susanna sei der Ärmel einer Strickjacke geknotet gewesen, erklärte die Rechtsmedizinerin Franziska Holz im Mordprozess gegen Ali B. vor dem Landgericht Wiesbaden. Der Strickjackenstoff habe sehr eng um den Hals gelegen. Offen blieb aber die Frage, ob die 14-Jährige womöglich mit dem Ärmel erdrosselt wurde, oder ob die Jacke erst nach der Tat um den Hals geknotet wurde - etwa, um die Leiche zu transportieren.

Der 22-jährige Ali B. steht seit 12. März vor Gericht, weil er Susanna vergewaltigt und ermordet haben soll. Der irakische Flüchtling hatte gestanden, das Mädchen im Mai 2018 in Wiesbaden-Erbenheim getötet zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll er sie dazu von hinten in einen Würgegriff genommen haben. Auch Ali B. berichtete vor Gericht, er habe den Arm um Susannas Hals gelegt und zugedrückt. Die Leiche war zwei Wochen später in einem Erdloch gefunden worden.

Die Vergewaltigung bestreitet Ali B. Er sagte vor Gericht, in der Tatnacht einvernehmlichen Sex mit Susanna gehabt zu haben.

Die Rechtsmedizinerin erläuterte, an dem toten Mädchen hätten keine Spermaspuren nachgewiesen werden können. Dies könne daran liegen, dass es eine längere Zeitspanne gab zwischen dem Tod von Susanna und dem Fund der Leiche. Die Liegezeit wirkt sich nach den Worten der Expertin auch auf andere Spuren aus. Dazu zählen minimale Einblutungen am Kopf, die Hinweise für Würgeangriffe sind. Diese Spuren seien dann schwieriger oder nicht mehr zu erkennen.

Für kommenden Mittwoch hat Richter Jürgen Bonk einen Ortstermin in Wiesbaden-Erbenheim angeordnet. Ali B. äußerte am Freitag seine Bereitschaft, den Prozessbeteiligten mehrere Stellen in der Nähe von Bahngleisen zu zeigen. Dabei geht es um den genauen Ort, wo es den Sex mit Susanna gegeben haben soll. Außerdem soll der Angeklagte die Stellen zeigen, wo Susanna gestorben und begraben worden sein soll.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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