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Landkreis kritisiert Planungen für Windeignungsgebiete

Parchim  

Landkreis kritisiert Planungen für Windeignungsgebiete

22.03.2019, 15:49 Uhr | dpa

Landkreis kritisiert Planungen für Windeignungsgebiete. Windräder

Windräder drehen sich in einem neuen Windpark. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Pläne zur Ausweisung neuer Windeignungsgebiete stoßen auf Kritik des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Der zweitgrößte Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern lehnt zehn in Westmecklenburg geplante neue Gebiete ganz oder teilweise ab, wie aus einer Stellungnahme des Kreises für die Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg hervorgeht.

Die Verwaltung macht unter anderem den Arten- und Naturschutz geltend, bei sechs Gebieten den Bodenschutz. Dort seien besonders fruchtbare Äcker betroffen, die zu schützen seien, hieß es. Bei einer Ablehnung spielt der Denkmalschutz eine Rolle.

Die kritische Haltung des von Landrat Stefan Sternberg (SPD) geführten Landkreises überrascht Beobachter. Während die Partei "Freier Horizont" die Stellungnahme begrüßte, reagierte der Landesverband Erneuerbare Energien am Freitag mit Unverständnis. "Wir sind überrascht und werden das Gespräch mit dem Landkreis suchen", sagte Verbandssprecher Peter Brauer. "Man muss mehr miteinander reden." Brauer sagte, dass aktuell nur 0,6 Prozent der Landesfläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen seien. "2,5 Prozent sollten es einmal werden."

Die SPD/CDU-Landesregierung will die Stromproduktion im Nordosten stark ausweiten und MV als Energieexportland ausbauen: Ende 2025 sollen laut der Energiepolitischen Konzeption des Landes Kapazitäten zur Erzeugung von 24,3 Terawattstunden Strom bereitstehen - ein Drittel mehr als 2017 produziert wurde. Den Zuwachs sollen die erneuerbaren Energien liefern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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