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Suding als Hamburger FDP-Chefin bestätigt

Hamburg  

Suding als Hamburger FDP-Chefin bestätigt

22.03.2019, 19:35 Uhr | dpa

Suding als Hamburger FDP-Chefin bestätigt. Katja Suding

Katja Suding, Landesvorsitzende der Freien Demokraten (FDP). Foto: Daniel Bockwoldt (Quelle: dpa)

Katja Suding ist für zwei weitere Jahre als Chefin der Hamburger FDP bestätigt worden. Bei einem Landesparteitag in Wandsbek erhielt sie am Freitagabend 100 der abgegebenen gültigen Stimmen. 19 Parteimitglieder votierten gegen sie, 12 enthielten sich. Das entspricht einer Zustimmung von 76,3 Prozent - 12,5 Punkte weniger als 2017, als sie mit 88,8 Prozent zur Parteivorsitzenden gewählt worden war. Die 43-jährige Vize-Bundesvorsitzende hatte keinen Gegenkandidaten. Suding führt die Elbliberalen seit 2014. Vor ihrem Wechsel in den Bundestag 2017 war sie Fraktionsvorsitzende in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Auch die drei stellvertretenden Landesvorsitzenden wurden neu gewählt. Während Gerhold Hinrichs-Henkensiefken aus Altona und der Bürgerschaftsabgeordnete Ewald Aukes wiedergewählt wurden, unterlag Benjamin Schwanke dem Eimsbüttler Herausforderer Ron Schumacher. Thomas Thiede wurde erneut zum Schatzmeister gewählt.

Vor der Wahl hatte Suding ihre Parteifreunde auf die Bürgerschaftswahl im Februar kommenden Jahres eingestimmt, bei der sie ein Ergebnis über zehn Prozent erhoffe. Mit aktuellen Umfragewerten zwischen acht und neun Prozent stehe die FDP in Hamburg "so gut da wie lange nicht", sagte sie. "Ich kenne noch Werte von zwei oder drei Prozent kurz vor Wahlen." Deshalb sollte für die Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr "ein zweistelliges Wahlergebnis unser Ziel sein".

Mit den Themen Verkehr, Umwelt und Wirtschaft könne die FDP punkten und sei auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. "Wenn wir in einer Regierung etwas bewegen können, sind wir dabei", sagte Suding. Anders als die CDU werde die FDP sich aber hinsichtlich möglicher Bündnisse noch zurückhalten. "Die CDU ist so derart verzweifelt und will so unbedingt wieder regieren", dass sie sich sowohl bei den Grünen als auch bei der SPD anbiedere, sagte Suding. Einen Vorschlag für einen Spitzenkandidaten werde sie gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Anna von Treuenfels-Frowein und Michael Kruse bis zum Sommer vorlegen.

Die Spitzenkandidatin der FDP Hamburg für die Europawahl, Svenja Hahn, forderte, das "unglaubliche Potenzial" eines geeinten Europas wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Es sei Tatsache, "dass der Erfolg der Europäischen Union in den letzten Jahren geschmälert wurde, geschmälert durch gefühlte Krisen". Hinzu kämen "Ressentiments von rechts und links", sagte sie. "Wir freien Demokraten stellen die Erfolge in den Mittelpunkt."

Hahn steht auf der FDP-Bundesliste auf dem aussichtsreichen Platz zwei und wäre Suding zufolge die erste Liberale aus Hamburg, die ihre Stadt im Europaparlament vertreten würde.

Einem vom Vorstand eingebrachten Wahlaufruf mit dem Titel "Wer Hamburg liebt, macht Hamburg besser" zu den Bezirksversammlungs- und Europawahlen stimmte der Parteitag ohne Gegenstimmen zu.

Im Zusammenhang mit der Freikarten-Affäre um das Rolling-Stones-Konzert im Stadtpark 2017 stimmte der Parteitag einem Dringlichkeitsantrag des Bezirksverbands Nord zu, in dem eine rückhaltlose Aufklärung und eine juristische Aufarbeitung gefordert werden. Auch ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss in der Bürgerschaft dürfe kein Tabu sein, heißt es darin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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