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Autofahren im Alter: Mehr Unfälle aber keine Risiko-Gruppe

Schwerin  

Autofahren im Alter: Mehr Unfälle aber keine Risiko-Gruppe

23.03.2019, 08:48 Uhr | dpa

Autofahren im Alter: Mehr Unfälle aber keine Risiko-Gruppe. Autofahren im Alter

Eine 84-jährige Frau sitzt am Steuer ihres Kleinwagens. Foto: Felix Kästle/Archiv (Quelle: dpa)

Immer mehr Senioren verursachen Verkehrsunfälle - doch laut Innenministerium gelten die über 65-Jährigen nach wie vor nicht als Risikogruppe auf den Straßen. Im Jahr 2017 verursachten 894 Senioren einen Verkehrsunfall, 49 mehr als im Jahr davor. "Bei einem Bevölkerungsanteil von 23,6 Prozent ist diese Altersgruppe am Unfallgeschehen mit einem Verursacheranteil von 18 Prozent jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Michael Teich, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sei nach wie vor deutlich überrepräsentiert: Ihr Bevölkerungsanteil betrage 5,1 Prozent, von den Unfall-Verursachern stellten sie im Jahr 2017 zwölf Prozent. Senioren seien in MV grundsätzlich keine Risikofahrer, betonte Teich. Allerdings sei der Einfluss zunehmenden Alters auf das Fahrverhalten unbestritten. Er nannte Faktoren wie längere Reaktionszeiten, nachlassende Seh- und Hörfähigkeit, Einschränkungen bei der Beweglichkeit sowie den Einfluss von Medikamenten.

Dies alles könne zu Einschränkungen beim sicheren Führen eines Fahrzeugs und bei der Teilnahme am Straßenverkehr führen. "Rückschlüsse auf die Fahreignung lassen sich aber nur aus dem konkreten Fahrverhalten des Einzelnen ableiten und nicht allein aufgrund seines Alters."

In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern spiele die eigene Mobilität im Alter eine besondere Rolle. "Dies gilt umso mehr in den ländlichen Regionen unseres Landes", sagte Teich. Um die eigene Mobilität zu erhalten und eventuelle Defizite sicher auszugleichen, empfahl er freiwillige medizinische Untersuchungen, Beratungen und gezielte Trainings. Zu empfehlen sei auch das Bundesprogramm "Mobil bleiben - aber sicher" der Verkehrswacht.

Wie viele Menschen im Land ihren Führerschein im Alter abgegeben, weil sie sich am Steuer nicht mehr sicher fühlen, wird in Mecklenburg-Vorpommern nicht erhoben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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