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Weinberg soll CDU-Bürgermeisterkandidat in Hamburg werden

Hamburg  

Weinberg soll CDU-Bürgermeisterkandidat in Hamburg werden

24.03.2019, 03:39 Uhr | dpa

Weinberg soll CDU-Bürgermeisterkandidat in Hamburg werden. Marcus Weinberg

Marcus Weinberg, möglicher Bürgermeisterkandidat der CDU in Hamburg. Foto: Axel Heimken/Archiv (Quelle: dpa)

Die Führung der CDU Hamburg will mit Marcus Weinberg als Bürgermeisterkandidat in die Bürgerschaftswahl im Februar kommenden Jahres ziehen. Sie hätten den Altonaer Bundestagsabgeordneten dem Landesvorstand als Spitzenkandidaten vorgeschlagen, sagten der Landesvorsitzende Roland Heintze und Fraktionschef André Trepoll am Sonntag. Dieser habe den Vorschlag einstimmig bestätigt. Damit ist die monatelange Suche nach dem Kandidaten beendet, der die Hamburger CDU aus ihrem Zustimmungskeller führen soll. Bei einem Listen-Parteitag im August soll Weinberg auf Platz eins gewählt werden.

Weinberg, familienpolitischer Sprecher der Union im Bundestag, kündigte an, mit seiner Wahl in die Hamburgische Bürgerschaft sein Berliner Mandat niederzulegen. Er sprach von einer Lebensentscheidung für die Kandidatur, mit dem der Berliner Lebensabschnitt für ihn abgeschlossen sei. Weinberg sitzt seit 2005 im Bundestag. Nach dem desaströsen 15,9-Prozent-Ergebnis der CDU bei der Bürgerschaftswahl 2015 hatte er den Landesvorsitz niedergelegt. In aktuellen Umfragen kommt die CDU in Hamburg auf Werte zwischen 14 und 17 Prozent.

Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützte den beabsichtigten Wechsel. "In Hamburg geht es um konkrete Antworten auf Alltagsprobleme wie Wohnen, Mobilität und Sicherheit", erklärte sie. Als familienpolitischer Sprecher wisse Weinberg aber auch, "wie wichtig die Unterstützung bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung von Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen oder die Förderung des bürgerlichen Engagements für seine Heimatstadt sind".

Heintze sagte, er sei überzeugt, dass Weinberg der Richtige sei, "die Stadt aus ihrem politischen Stillstand herauszuführen". Trepoll bezeichnete das Rennen als offen. "Nach jeder Wahl der letzten 30 Jahre wurde eine neue Machtkonstellation notwendig. Dieses Gesetz der Serie wird sich auch 2020 fortsetzen." Hinsichtlich möglicher Koalitionen hielt sich die Parteispitze zurück. Weinberg wollte sich auch in Bezug auf seine Erwartungen an das Wahlergebnis nicht auf Zahlen festlegen. "Deshalb würde ich als Wahlziel Gestaltungsanspruch - und das ist dann Regierungsbeteiligung - durchaus nennen."

Weinberg versprach: "Ich will Brücken bauen über alle politischen und gesellschaftlichen Gräben hinweg." Der rot-grüne Senat wirke ideen- und konzeptlos. Bürger hätten den Eindruck, "auf ihnen wird mehr und mehr herumregiert", sagte er. "Mein erstes Ziel ist es, dieses Vertrauen in die Politik wieder zurückzugewinnen." Dabei sollen ihm ein Expertenkreis und ein Konzeptteam helfen.

"Das Thema Wirtschaft/Wachstum wird eine große Rolle spielen", sagte Weinberg. Außerdem werde eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig, die dafür sorgen müsse, "dass die Menschen auch in 50 Jahren noch eine liebenswerte Stadt haben". Weitere Themen seien Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Bildung, die "das Brot der modernen Gesellschaft" sei. Vor einer offenen Diskussion über die Struktur müsse die Qualität der Bildung verbessert werden. "Das Thema der Zukunft ist die Qualitätssteigerung."

Heintze und Trepoll hatte die Suche nach einem geeigneten Spitzenkandidaten monatelang beschäftigt, nachdem die im August vergangenen Jahres präsentierte Wunschkandidatin, die türkischstämmige frühere niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan, im Oktober krankheitsbedingt absagen musste. Trepoll selbst hatte erst vor wenigen Tagen verkündet, selbst nicht antreten zu wollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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