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Urne statt Sarg: in Berlin rund 16 000 Einäscherungen

Berlin  

Urne statt Sarg: in Berlin rund 16 000 Einäscherungen

24.03.2019, 09:44 Uhr | dpa

Urne statt Sarg: in Berlin rund 16 000 Einäscherungen. Urne

In einem Regal eines Bestatters steht eine Urne. Foto: Sophia Kembowski/Archiv (Quelle: dpa)

In Berlin entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Bestattung in der Urne statt im Sarg. Im vergangenen Jahr wurden in den beiden Krematorien der Hauptstadt genau 16 090 Leichen eingeäschert. Das waren knapp 770 mehr als 2017 (15 323 Einäscherungen), wie die Senatsverwaltung für Umwelt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Jahr 2014 wurden in den Krematorien Baumschulenweg und Ruhleben noch 14 002 Leichen verbrannt.

Die Kapazität beider Einrichtungen des Landesbetriebs reiche aus. Sie liegt laut Angaben bei 21 000 Einäscherungen pro Jahr. Werden verstärkt Leichen eingeliefert, arbeiteten die Krematorien in drei Schichten, hieß es. In Baumschulenweg gab es im Vorjahr 6857 Einäscherungen, in Ruhleben 9233.

Es gebe Bestatter, die Leichen in Polen und Tschechien einäschern ließen, hieß es in der Umweltverwaltung. Das liege nicht an den "Bearbeitungszeiten" in deutschen Krematorien, sondern an einem günstigeren Gesamtpreis einer Beisetzung.

Die Aufbewahrung eines Sarges kostet bis zum 14. Tag nichts. Danach werden 20 Euro pro Tag fällig. Zu längeren Wartezeiten kann es kommen, wenn Bestattungspapiere fehlen oder der Leichnam durch die Gerichtsmedizin nicht freigegeben ist. Die Papiere müssen vom Bestattungsinstitut vorgelegt werden.

In Berlin starben im Jahr 2017 nach Angaben des Statistischen Landesamtes genau 34 339 Menschen. Abschließende Zahlen für 2018 lagen noch nicht vor. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres gab es 26 823 Tote in der Hauptstadt.

Nach dem Berliner Bestattungsgesetz ist vor der Einäscherung eine zweite Leichenschau im Krematorium vorgeschrieben. Acht Mediziner des Instituts für Rechtsmedizin untersuchen die Toten.

In zwei bis drei Prozent der Fälle werde dabei entgegen der ersten Leichenschau eine nicht natürliche Todesursache festgestellt, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage mit. Solche Fälle werden demnach der Polizei gemeldet, die dann ermittle. Die geplante Einäscherung werde zunächst gestoppt.

Die erste Leichenschau liegt in den Händen von Ärzten kurz nach Eintritt des Todes.

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Bestatter gibt es bundesweit etwa 160 Krematorien. Deutschlandweit liege die durchschnittliche Quote von Feuerbestattungen bei etwa 67 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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