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Masernfälle nehmen zu: Ministerium setzt auf Aufklärung

Dresden  

Masernfälle nehmen zu: Ministerium setzt auf Aufklärung

25.03.2019, 14:15 Uhr | dpa

Masernfälle nehmen zu: Ministerium setzt auf Aufklärung. Barbara Klepsch

Barbara Klepsch (CDU). Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

In Sachsen steigt die Zahl der Masernfälle nach dem Rückgang 2018 seit Jahresbeginn wieder. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden sind bisher mindestens elf Erkrankungen bestätigt - drei mehr als im gesamten Vorjahr. Weitere Verdachtsfälle werden derzeit geprüft, wie ein Sprecher am Montag sagte. Der Anstieg sei im Vergleich zu anderen Ländern noch nicht so dramatisch, tendenziell nähmen die Erkrankungen aber wieder zu.

Nach dem Höhepunkt 2015 mit 271 Fällen war das Niveau laut der Statistik 2016 auf nur 34 gesunken, für 2017 stehen doppelt so viele zu Buche. Ursachen dieser Entwicklung sind Impflücken und eine teils mangelnde Impfbereitschaft, wie das Ministerium berichtete. Nach wie vor würden viele Kinder im Freistaat zu spät geschützt und auch bei Erwachsenen gebe es "teils erhebliche Impflücken".

Während 97 Prozent der Vierjährigen einmal gegen Masern geimpft sind, waren es nur 82 Prozent der Schulanfänger 2018. "Die Quoten zur Schulaufnahmeuntersuchung steigen zwar stetig, sind aber noch zu niedrig", sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Sie hofft auf positive Impulse durch die aktuelle Debatte um eine Impfpflicht. "Sie trägt auch dazu bei, dass sich mehr Menschen mit ihrem Impfstatus beschäftigen."

Klepsch steht der aus der SPD und von Kinderärzten geforderten gesetzlichen Impfpflicht generell offen gegenüber. Studien und Erfahrungen in anderen Ländern zeigten aber, dass das nicht unbedingt die Akzeptanz erhöhe. "Deswegen setzen wir verstärkt auf Aufklärung und Erinnerung", sagte sie. Ab Mai fahre ein Impfbus berufliche Schulzentren ab, um Impflücken aufzudecken und zu schließen.

"Masern sind keine Kleinigkeit", mahnte die Ministerin. Impfen schütze auch die, die das aus gesundheitlichen oder aus Altersgründen nicht nutzen könnten wie Babys oder chronisch Kranke. Diesmal sind meist Erwachsene betroffen, die fast alle ins Krankenhaus mussten. Bei der hochansteckenden Infektionskrankheit kann es unter anderem zu Hirnhaut- und schwerer Lungenentzündung kommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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