Sie sind hier: Home > Regional >

Maschinenbauverband: Trotz Abschwung digitale Investitionen

Stuttgart  

Maschinenbauverband: Trotz Abschwung digitale Investitionen

25.03.2019, 14:41 Uhr | dpa

Maschinenbauverband: Trotz Abschwung digitale Investitionen. Mathias Kammüller

Das Mitglied der Geschäftsführung der Trumpf-Gruppe, Mathias Kammüller, spricht. Foto: Marijan Murat/Archiv (Quelle: dpa)

Die Maschinenbauer im Land müssen nach Einschätzung des Branchenverbands trotz des sich abzeichnenden Abschwungs investieren. "Wir haben keine Krise im Maschinenbau", sagte der Vorsitzende des Branchenverbands VDMA, Mathias Kammüller, am Montag nach einem Spitzengespräch im Wirtschaftsministerium in Stuttgart. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Abschwung ähnlich wie in der Finanzkrise vor zehn Jahren gebe, sei hoch.

Die konjunkturelle Beruhigung sollte die Branche nach Auffassung von Kammüller als Möglichkeit begreifen, jetzt in Digitalisierung, Forschung und Bildung zu investieren. "Denn der Maschinenbau wird seine weltweit führende Position nur dann ausbauen können, wenn die Unternehmen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Mobilität beherzt angehen", so der Geschäftsführer der Ditzinger Werkzeugmaschinenbauers Trumpf. Dafür brauche es gute Rahmenbedingungen.

Der Maschinenbau mit seinen mehr als 300 000 Beschäftigten gehört im Südwesten zu den wichtigsten Branchen. Im vergangenen Jahr war der Auftragseingang zum Jahresende hin deutlich zurückgegangen.

IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger sprach sich angesichts der Abkühlung für eine vorausschauende Aus- und Weiterbildungsstrategie aus. In den Gesprächen sei es auch um ein "Transformations-Kurzarbeitergeld" gegangen, das den Unternehmen ermöglichen solle, Mitarbeiter auch in strukturell schwierigen Zeiten weiterzubeschäftigen.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sieht einen Hebel, um die Branche "wetterfest" zu machen, vor allem in der Forschungsförderung. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Forschungsförderung sei noch ausbaufähig. So kämen kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Forschungsabteilung nicht an die Förderung. Für größere Mittelständler wiederum falle die Förderhöchstsumme mit 500 000 Euro zu schmal aus. Das Land selbst stellt den Firmen eine so genannte Digitalisierungsprämie zur Verfügung. Sie kann zum Beispiel für die Digitalisierung von Produkten und Verfahren eingesetzt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal