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Trier-Saarburg erwägt Klage gegen Banken wegen Zinswetten

Trier  

Trier-Saarburg erwägt Klage gegen Banken wegen Zinswetten

25.03.2019, 16:33 Uhr | dpa

Nach millionenschweren Verlusten bei Zinswetten erwägt der Landkreis Trier-Saarburg eine Klage gegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Sparkasse Trier. Zwar sei der Kreis nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert, teilte die Kreisverwaltung am Montag in Trier mit. "Jedoch endet Ende April eine Verjährungsfrist, weshalb auch die Möglichkeit einer Klage im Raum steht." Seit Monaten führe der Kreis Trier-Saarburg Gespräche zur gütlichen Einigung mit der LBBW und der Sparkasse Trier, hieß es.

In einer Sitzung des Kreistags am Montagabend wollte die Kreisverwaltung über das Thema berichten. Ob es zu einer Erweiterung der Tagesordnung komme, sei noch offen. Weitere Auskünfte könnten aufgrund aktuell neu geführter Gespräche zwischen Banken und Verwaltung nicht gegeben werden, sagte ein Sprecher.

Die Verluste durch die Zinswetten in Form von Tausch-Geschäften (Swaps) mit der LBBW bezifferte die Kreisverwaltung auf rund acht Millionen Euro. Von der Sparkasse Trier fühle man sich mit Blick auf mögliche Risiken "falsch und ungenügend beraten", hieß es. Der Kreis hatte versucht, sich mit den Finanzgeschäften dauerhaft niedrige Zinsen zu sichern und sich damit gegen schlechtere Konditionen für Kredite abzusichern. Da anschließend die Zinsen sogar in den negativen Bereich sanken, ging die Wette nach hinten los. Bundesweit hatte es ähnliche Fälle auch bei anderen Banken gegeben.

"Ziel ist es jetzt, dass wir aus diesen Swaps rauskommen und die umwandeln in normale Kreditverträge", sagte der Sprecher. Die Kreisverwaltung hält mehr als 50 Prozent der Anteile an der Sparkasse Trier.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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