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Autobahn 44 wächst in den Osten: Tunnelbau startet mit Knall

Sontra  

Autobahn 44 wächst in den Osten: Tunnelbau startet mit Knall

27.03.2019, 16:23 Uhr | dpa

Autobahn 44 wächst in den Osten: Tunnelbau startet mit Knall. Tunnelanstich A44

Mit einer symbolische Sprengung beginnt der Bau des nächsten Tunnels der A44. Foto: Uwe Zucchi (Quelle: dpa)

Mit einem Knall wächst die Autobahn 44 in Nordhessen weiter Richtung Osten: Am Mittwoch hat eine Sprengung den Bau des nächsten Tunnels auf der Strecke zwischen Kassel und Herleshausen eingeleitet. Das Bauwerk bei Sontra-Wichmannshausen soll für 95 Millionen Euro auf knapp 1,7 Kilometern im Werra-Meißner-Kreis durch den Berg getrieben werden. Es werde sechs Monate dauern, bis man Licht am Ende des Tunnels Boyneburg sehe, sagte Stefan Franz, Projektleiter der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges).

Der Verkehr auf der A44 soll dort ab 2025 rollen. Den aktuellen Bauabschnitt mit dem Tunnel Boyneburg werde man aber voraussichtlich früher freigeben. Ob die Autobahn wirklich schon in sechs Jahren die A7 bei Kassel mit der A4 an der hessisch-thüringischen Landesgrenze verbindet, ist fraglich. Denn bisher gibt es keinen Anschluss zu einer anderen Autobahn. Der befahrbare Teil der A44 beginnt und endet im ländlichen Nordhessen. Die Autobahn wächst zwar, aber vor allem Richtung Thüringen. Denn im östlichen Teil besteht laut der Deges komplett Baurecht.

Drei von sieben Tunneln seien dort bereits im Bau. Boyneburg ist einer der längsten. Ohne die Bauwerke wäre die A44, um die jahrelang juristisch gestritten wurde, kaum möglich: Viele Berg- und Tallagen, Belange des Natur- und Lärmschutz müssen laut Deges berücksichtigt werden.

Im westlichen Teil der A44 bei der Verbindung Kassel-Helsa tue sich dagegen nichts, kritisierte Stefan Reuß (SPD), Landrat des Werra-Meißner-Kreises. Er forderte, die Planung voranzutreiben: "Es gäbe nichts Schlimmeres, als wenn die A44 kurz nach dem Tunnel Hirschhagen endet." Von dort sind es noch rund 20 Kilometer bis nach Kassel.

Die A44 in Nordhessen gehört zum Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. Der Bund beziffert die Gesamtkosten auf 1,7 Milliarden Euro. Die neue Autobahn soll 70 Kilometer lang sein, befahrbar sind bisher 20 Kilometer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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