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Bombenverdacht in Oranienburg: Wasserstraße unterbrochen

Oranienburg  

Bombenverdacht in Oranienburg: Wasserstraße unterbrochen

05.04.2019, 12:00 Uhr | dpa

Wegen des möglichen Funds einer Weltkriegsbombe in Oranienburg (Oberhavel) wird die Oder-Havel-Wasserstraße für Wochen gesperrt. Die Sperrung habe am Freitag um 12 Uhr begonnen, sagte der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Eberswalde, Sebastian Dosch, am Freitag. Damit sei die wichtige Verbindung der Berufsschifffahrt zwischen Berlin und Stettin bis mindestens Ende Mai unterbrochen. Eine weiträumige Umleitung sei nur über Berlin, den Oder-Spree-Kanal und die Oder möglich.

Über den Oder-Havel-Kanal verkehrten jährlich bis zu 5000 Berufsschiffe, sagte Dosch. Von der Sperrung sind auch rund 10 000 Freizeitskipper betroffen, die in der Wassersportsaison dort fahren. Die direkte Verbindung von Brandenburg zur Mecklenburgischen Seenplatte über die Havel ist zudem zwischen Zehdenick und Fürstenberg/Havel unterbrochen. Denn dort ist die Schleuse Zaaren wegen Bauarbeiten noch bis zum 1. August geschlossen. Die Unternehmen des Wassertourismus befürchten Verluste in Millionenhöhe.

Grund für die Sperrung in Oranienburg ist die Ortung eines metallischen Objekts, das bei einer systematischen Suche nach Kampfmitteln in sieben Metern Tiefe in einer Kleingartenanlage entdeckt wurde. Nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) handelt es sich wahrscheinlich um eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe. Bevor das Gebiet freigelegt werden kann, muss ein sieben Meter hoher Spundwandkasten gesetzt werden. Dies werde voraussichtlich bis Ende Mai dauern, erklärte die Stadt.

Messungen hätten ergeben, dass das Gebiet um das Fundstück bei der Vorbeifahrt von Schiffen von Vibrationen erschüttert werde, berichtete Dosch. "Das macht eine Sperrung der Wasserstraße an dieser Stelle aus Sicherheitsgründen unumgänglich." Die Umleitung über die Oder sei wegen des wechselhaften Wasserstands des Flusses ebenfalls problematisch. Denn voll beladene Transportschiffe benötigten eine Wassertiefe von mindestens 1,80 Meter bis 2 Meter.

"Die geringste Wassertiefe liegt an der Oder derzeit an einer Stelle bei 1,30 Meter", erläuterte Dosch. Daher wolle sein Amt am Montag mit bei einer Krisensitzung mit Experten beraten, wie die Berufsschifffahrt etwa mit dem Einsatz von Schleppern sicher über die Oder geleitet werden könne.

Bereits am Dienstag hatte die Stadt Oranienburg über einen möglichen anderen Blindgänger in der Idenstraße informiert. Dieser soll am 16. April von Kampfmittelräumern freigelegt werden und gegebenenfalls am Folgetag entschärft werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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