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Bayerische Gebirgsschützen wollen Kulturerbe werden

Raubling  

Bayerische Gebirgsschützen wollen Kulturerbe werden

07.04.2019, 03:18 Uhr | dpa

Bayerische Gebirgsschützen wollen Kulturerbe werden. Bayerische Gebirgsschützen

Bayerische Gebirgsschützen. Foto: Andreas Gebert/Archivbild (Quelle: dpa)

Die bayerischen Gebirgsschützen wollen Kulturerbe werden. Auf ihrer Bundesgeneralversammlung im oberbayerischen Raubling beschlossen die 101 Delegierten der 47 Kompanien am Sonntag, sich um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Unesco zu bewerben.

Die Gebirgsschützen mit ihrer mehr als 500 Jahre alten Tradition erfüllten die Bedingungen dafür, sagte Landeshauptmann Martin Haberfellner. Entstanden sei diese Truppe von Heimatverteidigern seit 1600 mit einer Musterung der sogenannten Landesdefension, einer Art Landwehr. Die Männer hatten sich im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) zum Ziel gesetzt, ihre Heimat zu schützen.

Rund 12 000 Mitglieder vom Berchtesgadener bis zum Werdenfelser Land bewahren das Erbe. Ihre heutige Aufgabe des wehrhaften Brauchtums verstünden die Schützen vor allem in der Erhaltung der kulturellen Werte ihrer Heimat, sagte Haberfellner. Etwa die von den Gebirgsschützen ins Leben gerufene Kiem-Pauli-Stiftung verfolge durch die Förderung der alpenländischen Volksmusik diesen Zweck.

"Alles in allem sind aus dieser Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft die Voraussetzungen gegeben, dass die bayerischen Gebirgsschützen mit allen ihren 47 Kompanien im bayerischen Oberland als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden können", sagte Haberfellner.

Bayerisches Brauchtum steht bereits auf der Kulturerbeliste, vermerkt sind etwa das Augsburger Friedensfest, die Fürther Michaeliskirchweih, der Georgiritt in Traunstein sowie die Tölzer Leonardifahrt. Die Bewerbungsfrist endet im Oktober 2019.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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