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Hessen will Radwege überörtlich vernetzen

Frankfurt am Main  

Hessen will Radwege überörtlich vernetzen

10.04.2019, 02:19 Uhr | dpa

Hessen will Radwege überörtlich vernetzen. Radweg

ARCHIV - Ein Mann fährt mit seinem Fahrrad auf einem mit einem Verkehrsschild gekennzeichneten Radweg. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Mit einem systematischen Ausbau der überörtlichen Radwege will Hessen die Rolle des Fahrrads im Alltag weiter stärken. Insgesamt soll ein Netz von knapp 2900 Kilometern entstehen, wie Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch auf einer Tagung zum Thema "Nahmobilität" in Frankfurt ankündigte.

Dafür sollen Lücken im Netz geschlossen werden. Vorgesehen ist auch eine einheitliche Beschilderung und Gestaltung. Außerdem sollen das regionale und lokale Netz miteinander verknüpft werden.

Zusätzliche Radschnellverbindungen für Berufspendler werden das Netz ergänzen, wie Al-Wazir erläuterte. Diese Verbindungen sollen steigungsarm verlaufen und mit vier Metern Breite ausreichend Platz für Überholen und Gegenverkehr bieten. Damit soll eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde möglich werden.

Eine landesweite Studie hat dafür landesweit 42 mögliche Korridore identifiziert. Machbarkeitsuntersuchungen sollen nun die jeweiligen Realisierungschancen ausloten. Dafür vergibt das Land Fördermittel.

Das Land will den Anteil des Fuß- und Radverkehrs im Land bei kürzeren Wegen deutlich erhöhen. Statistiken zufolge werden in Hessen knapp 60 Prozent aller Wege mit dem Auto zurückgelegt, 26 Prozent zu Fuß, 9 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 7 Prozent mit dem Rad. Unter "Nahmobilität" werde zum Beispiel die Wege zum Büro, zur Arbeit oder zur Schule verstanden.

Im vergangenen Oktober hat der Bau des ersten Radschnellwegs in Hessen von Frankfurt nach Darmstadt begonnen. Bis zum Jahr 2022 soll die rund 30 Kilometer lange und mehr als 40 Millionen Euro teure Strecke fertig sein. Damit sollen Berufspendler aus dem Umland künftig schnell in die Innenstädte gelangen. Weitere Expressrouten sind von Baunatal, Vellmar und Kaufungen nach Kassel sowie von Frankfurt nach Hanau und von Darmstadt nach Mannheim/Heidelberg geplant.

Die FDP-Opposition kritisierte Al-Wazir als "Ankündigungsminister". Der Ausbau von Radwegen müsse schneller gehen, forderte der Abgeordnete Stefan Naas. Der am Dienstag veröffentlichte "Fahrradklima-Test" habe dies gezeigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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