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Flüchtlingszahl im Norden sinkt weiter: Mehr Abschiebungen

Neumünster  

Flüchtlingszahl im Norden sinkt weiter: Mehr Abschiebungen

12.04.2019, 10:48 Uhr | dpa

Weniger Flüchtlinge kommen neu nach Schleswig-Holstein; zugleich ist die Zahl der Abschiebungen und der freiwilligen Ausreisen gestiegen. Das geht aus Angaben des Innenministeriums vom Freitag hervor. Die Entscheidung, wieder Flugzeuge für Sammelrückführungen zu chartern, hat offenkundig die erhoffte Wirkung.

Die Zahl der neu im Land ankommenden Flüchtlinge geht im Vergleich zum Vorjahr weiter leicht zurück. Im März waren es 321 Menschen und damit 51 weniger als im Vorjahresmonat, wie sich aus dem Zuwanderungsbericht des Landesamts für Ausländerangelegenheiten ergibt. In den ersten drei Monaten des Jahres trafen demnach 1086 Flüchtlinge ein. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1194. Die meisten Menschen kommen derzeit aus dem Iran, aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

In den Landesunterkünften in Neumünster, Boostedt und Rendsburg waren im März 1830 Flüchtlinge untergebracht, bei einer aktuellen Kapazität von 2947. Besonders Boostedt wurde mit der neuen Unterkunft in Rendsburg entlastet. Von 950 Plätzen in Boostedt waren Ende März 725 belegt. Mittlerweile sind es weniger als 650. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Belegung damit mehr als halbiert.

Gemeinsam mit anderen Ländern lässt Schleswig-Holstein wieder mit Charterflügen Flüchtlinge zurückbringen. Damit hat sich nach Angaben des Innenministeriums im März die Zahl der Abschiebungen und der freiwilligen Ausreisen spürbar erhöht. Demnach gab es 35 Abschiebungen, nachdem es im Januar und Februar zusammen nur 14 waren. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen stieg auf 74 - nach 29 in den ersten beiden Monaten des Jahres zusammen.

Auf Anfrage erklärte das Innenministerium, dass am 2. April per Charterflug 43 Ausreisepflichtige das Land verlassen haben - nach Armenien. "Die von uns im vergangenen Jahr getroffenen strukturellen organisatorischen Maßnahmen im Landesamt greifen", kommentierte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. "Die Entscheidung, wieder eigene Maschinen zur Durchführung von Sammelrückführungen zu chartern, hat sich bewährt." Mit diesem Zeichen des Rechtsstaats, die Ausreisepflicht durchzusetzen, steige zudem wieder die Bereitschaft abgelehnter Asylbewerber, Angebote zur freiwilligen Ausreise anzunehmen. Dafür gibt es finanzielle Unterstützung.

"Wenn sowohl die Zahl der Abschiebungen als auch die der freiwilligen Ausreisen steigt, sind wir auf dem richtigen Weg", sagte der CDU-Innenpolitiker Claus Christian Claussen. "Erfreulich ist auch, dass die Belegung der Einrichtung in Boostedt deutlich gesenkt und die vorgegebenen Ziele eingehalten werden konnten."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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