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Endlagersuche steht laut Atomexpertin noch am Anfang

Gorleben  

Endlagersuche steht laut Atomexpertin noch am Anfang

15.04.2019, 10:22 Uhr | dpa

Endlagersuche steht laut Atomexpertin noch am Anfang. Bundestag

Sylvia Kotting-Uhl (Die Grünen) spricht bei einer Sitzung des Bundestages. Foto: Britta Pedersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Grünen-Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl sieht Deutschland bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll noch am Anfang. "Wir sind sozusagen bei Schritt eins von Phase eins in einem vergleichenden Suchprozess, der sich über etliche Jahre erstrecken wird", sagte sie am Montag im Deutschlandfunk. "Im Moment ist die Bundesgesellschaft für Endlagerung dabei, die Daten zusammenzutragen, die es über den Untergrund in Deutschland gibt." Das sei nicht einfach, "denn entsprechend dem Gesetz müssen diese ganzen Daten auch proaktiv transparent gemacht werden".

Die hoch radioaktiven Atom-Abfälle sollen tief in einem Bergwerk entsorgt werden. Als geologische Formationen kommen Salz, Ton und kristallines Gestein wie Granit infrage. Solche Gebiete gibt es mehrere in Deutschland, besonders viele liegen in Niedersachsen.

Um die Eignung des Salzstocks in Gorleben für die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll wird seit Jahrzehnten gestritten. Das war der Grund dafür, die Endlager-Suche überhaupt neu zu starten. In das Erkundungsbergwerk wurde viel Geld gesteckt, über keinen anderen Standort weiß man so viel - Kritiker fürchten daher eine Vor-Festlegung auf Gorleben.

"Es wird am Ende die Entscheidung nach der Wissenschaft fallen", sagte Kotting-Uhl, Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag. "Der bestgeeignete Standort in Deutschland wird der Standort für ein Lager für hoch radioaktiven Müll werden. Und nicht der Ort, an dem die Akzeptanz am höchsten ist."

Am Montag sollte in Gorleben die Schutzmauer um den Salzstock geöffnet und später weitgehend abgerissen werden. Außerdem soll es eine symbolische Abschlussbefahrung unter Tage geben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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