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Regionalzüge unpünktlicher als Bundesschnitt

Mainz  

Regionalzüge unpünktlicher als Bundesschnitt

15.04.2019, 12:51 Uhr | dpa

Regionalzüge unpünktlicher als Bundesschnitt. Regionalbahn der Deutschen Bahn

Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn fährt an einem Bahnhof vorbei. Foto: Patrick Pleul/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Regionalzüge in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr weniger pünktlich unterwegs gewesen als im bundesweiten Durchschnitt. 92,75 Prozent kamen im vergangenen Jahr pünktlich an, wie die Deutsche Bahn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren 0,89 Prozentpunkte weniger als 2017. Um die Verspätungen zu reduzieren fordert der Fahrgastverband Pro Bahn mehr Zugführer und Investitionen in die Infrastruktur.

Im bundesweiten Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 94,1 Prozent der Regionalzüge der Deutschen Bahn pünktlich, das waren 0,4 Punkte weniger als im Vorjahr. Bei der Statistik werden auch S-Bahnen mitgezählt.

Die meisten pünktlichen Regionalzüge gab es 2018 in Hamburg. Dort lag die Quote bei 97,7 Prozent. Am schlechtesten schnitt Bremen ab, wo nur 86 Prozent der Züge pünktlich waren - das heißt nach Bahn-Definition: weniger als sechs Minuten zu spät.

Nach Angaben des Fahrgastverbandes Pro Bahn entstehen viele Verspätungen nicht in Rheinland-Pfalz. "Wir sind Leidtragende der Ballungsgebiete um Frankfurt, Mannheim und Köln", sagte der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn Rheinland-Pfalz/Saarland, Martin Mendel. Von dort zögen sich die Verspätungen in das rheinland-pfälzische Bahnnetz hinein.

Die Deutsche Bahn müsse vor allem in Personal investieren, forderte Mendel. Es gebe zu wenige Lokführer und zu wenig Personal, das die Strecken instand halte. "Wir brauchen eine Personalgewinnungsoffensive", sagte Mendel. Außerdem müssten vielgenutzte Strecken wie zwischen Mainz und Frankfurt dringend ausgebaut werden.

Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium verwies auf die Bundesregierung. Verspätungen und Ausfälle würden häufig auch durch Baustellen oder Störungen der Schieneninfrastruktur (Signale, Bahnübergänge) ausgelöst, teilte eine Sprecherin mit. "Für die Schieneninfrastruktur ist der Bund zuständig."

Regionalzüge und S-Bahnen fährt die Bahn nicht auf eigene Rechnung. Sie werden von den Zweckverbänden Nord und Süd bestellt und bezuschusst. Neben der Deutschen Bahn haben in Rheinland-Pfalz unter anderem auch die privaten Verkehrsunternehmen Vlexx und Trans Regio Verträge mit den Zweckverbänden abgeschlossen. Die Verspätungen ihrer Züge werden separat ausgewiesen.

Das Zugunternehmen Vlexx teilte mit, dass im vergangenen Jahr 1,7 Prozent seiner Züge ausgefallen sind. Zu Verspätungen konnte das Unternehmen zunächst keine Angaben machen, forderte aber einen Ausbau der Infrastruktur. "Einige Streckenabschnitte, zum Beispiel die beiden von uns befahrenen Nadelöhre Bingen – Gau-Algesheim – Mainz und Mainz – Frankfurt, sind bereits an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen", sagte eine Sprecherin. Zahlen von Trans Regio lagen zunächst nicht vor.

Bei Ausfällen und Verspätungen können die Zweckverbände ihre Zahlungen kürzen. Das Land Rheinland-Pfalz hat nach Angaben des Verkehrsministeriums keine Handhabe bei der Kürzung der Zahlungen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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